Necrophobic "Death to All"
5.6.2009
Wenn man nach zwanzig Jahren in der Metalszene noch mitreißenden und kraftvollen Death Metal zocken kann, ohne abgenutzt zu klingen hat man´s geschafft. So wie „Necrophobic“. Seit 1989 haben sich die Schweden melodiösem Death Metal mit ordentlich bösartiger Note verschrieben, und packen es bis heute ihre treuen Fans nicht zu enttäuschen.
Wenn man Morbid Angel, Bathory und Naglfar in einen Topf wirft kommt in etwa „Necrophobic“ dabei raus. Das nur als grober Leitfaden, denn sooo einfach ist es dann doch nicht. Hier ein paar super melodische Leads („Revelation 666“), da mal eine operettenhafte Frauenstimme eingestreut („for those who stayed satanic“), das schafft Atmosphäre und hebt von den offensichtlichen Einflüssen ab. Aber was soll das namedropping und das Werbezettel-Bla-Bla wenn man auch einfach mit der Tatsache argumentieren kann, dass „Necrophobic Musik machen, die auf der Bühne genau so gut funktioniert wie auf der heimischen Anlage. Musik zu der man begeistert mitbangen kann, die man aber auch einfach unterm Kopfhörer konsumieren kann. Das was die Schweden hier präsentieren bewegt sich konstant auf so hohem Niveau, dass man sich der Wirkung ihrer Kompositionen nur schwer entziehen kann. Black/Death Metal in Reinkultur von der ersten bis zur letzten Note. Fans von Naglfar, Dark Funeral oder Dissection können sich „Death to All“ getrost auf den diesjährigen Einkaufszettel schreiben.
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