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Noumena "Anatomy Of Life"

Noumena - Anatomy Of Life - CD-Cover

12.11.2006
Die 1998 gegründete Band Noumena stammt aus Ähtäri, einem kleinen Kaff in Finnland. Diese Truppe hat sich voll und ganz dem Melodic Death Metal verschrieben. Finnland und Melodic Death? So bin ich alles andere als verwundert als mir beim Einlegen dieser CD direkt mit den ersten Tönen der für Finnland so typische, melodiös-ohrwurmlastige Sound entgegendröhnt. Viel Melodie gepaart mit einem Schuss Melancholie, gewürzt mit ein bisschen Depression und abgerundet mit tiefen Growls und heavy Gitarren und fertig ist das typische finnische Melodic Death Album.
Zu Beginn des ersten Songs "Misanthropolis" dröhnt erst einmal, begleitet vom Schlagzeug, nur der Bass vor sich hin. Die Gitarre gesellt sich nach kurzer Zeit hinzu um den eingängigen Melodieteppich vorzugeben und zu guter letzt setzt cleaner Gesang ein, was mich verwundert, stand doch eindeutig „Death Metal“ in der Pressemitteilung.
Doch nach kurzer Zeit growlt Sänger Antti Haapanen dann doch los- aber richtig! Die cleanen Vocals sind, um dies direkt vorweg zu nehmen, auf dem gesamten Album zwar hier und da als kleine Abwechslung vorhanden, doch die Growls überwiegen deutlich.
Auch die darauf folgenden Songs zeichnen sich durch viel Melodie gepaart mit Härte aus, sind aber nicht sonderlich herausragend. Antti growlt düster über den Melodieteppich und nach dem finsteren „The Burning“ findet mit dem fünften Song „Monument of Pain“ eine abrupte, deutliche Änderung statt: nach einem sehr sanften Intro erschallen liebliche female Vocals, die hier jedoch nicht, wie man vielleicht meinen könnte, an den Nerven zehren, sondern viel eher einen schönen Ruhepol bieten. Auch Antti bleibt Anfangs im cleanen Bereich, growlt dann aber- wenn auch eher gemässigt- los und spielt gekonnt ein „Schöne und das Biest“- Spiel mit seiner Kollegin. Insgesamt ein sehr ruhiger, langsamer Song.
Der nächste Song „Triumph And Loss“ ist der Song, der beim ersten Durchlauf am ehesten im Ohr hängen bleibt. Aufgrund seines Refrains, Antti wird hier wieder gesanglich von einer Dame unterstützt, auf jeden Fall der eingängigste Song des Albums.
Nach „Marionettes“ kommt mit „Through The Element“ einmal mehr ein sehr ruhiger Song daher, welcher wieder mit Frauenstimme beginnt und im Wechselgesang mit Antti stattfindet. Sehr getragen und melodiös.
Doomig wird es mit „Fire And Water“, dem letzten Song, mit dem das Album langsam und getragen ausklingt.
Man könnte NOUMENA als einen Querschnitt aus Kalmah, Eternal Tears of Sorrow, Insomnium und Sentenced beschreiben. Fans dieser Bands werden mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch NOUMENA mögen. Zwar hat die Band den finnischen Melodic Death nicht gerade neu erfunden und sind hier und da etwas monoton, doch nichtsdestotrotz haben die Jungs ein gutes Album abgeliefert. Daumen hoch!

Noumena Tracklist

01. Misanthropolis****
02. Burden Of Solacement**
03. Retrospection**
04. The Burning*
05. Monument Of Pain***
06. Triumph And Loss*****
07. Marionettes**
08. Through The Element**
09. Fire And Water**
Punkte: 8/10 Nadine / V.U. Label: Spinefarm Records
Anspieltipps:***** CD suchen bei » CD bei Hitflip tauschen

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