Metal CD Review

V.U.-Site durchsuchen

Obscurity "Schlachten und Legenden"

Obscurity - Schlachten und Legenden - CD-Cover

25.4.2007
Da tut sich was im Bergischen Lande. Obscurity schmeissen mit „Schlachten und Legenden“ ihren dritten Longplayer auf den Metalmarkt.
Ballernde Drums und hymnische Riffs dominieren den Sound der Deutschen. Man entdeckte alte Sagen und die Runen für sich und baute diese gekonnt in nordisch klingende Melodien ein. Mit „Ydalir“ legen die Mannen um Shouter Nezrac auch gleich los und machen dabei keine Gefangenen. Die Jungs smashen deinem die Drums und die Gitarren nur so um die Ohren. Ab und an wirft man folkische Elemente rein, die das ständige Geballer etwas auflockern. Leider muss ich sagen, dass die Stimme des Shouters etwas besser daherkommen könnte. Stellenweise geht sie in dem Geknalle und Gebauze einfach unter und klingt etwas dünn. Die Kerle geben sich völlig dem Pagan Metal hin. In dem dritten Track „Götterdämmerung“ finden sich einige schöne Gitarrenpassagen die jeden Metaller die Mähne kreisen lassen und ihm uneingeschränkt Nackenschmerzen bereiten. Ab und an tut man sich leider etwas schwer die Lyrics zu verstehen, was aber dem Gesamtbild keinen Abbruch tut. „Die letzte Schlacht“ ist ein bitterböses, hymnisches Stück mit herausragenden Gitarren und einer fetten Bassline. Track Sechs des Silberlings kracht aus den Boxen meiner Anlage als gäbe es kein Morgen. Wenn die Jungs live auch so rüberkommen wie auf dem Longplayer verspricht das schweißnasse Bandshirts und nen steifen Nacken. Der Schlagzeuger ballert auf sein Drumkit ein wie ein Berserker und der Shouter holt das Letzte aus seiner Stimme. Mit „Skuld“ beweisen die Herren aus dem Bergischen Lande, dass sie auch zu wunderbaren Melodien fähig sind, die man locker in die nordische Reihen stecken kann. Ab und an klingen Obscurity ein wenig nach Dissection meets Mystic Circle. Was allerdings nicht abwertend gemeint ist.
Der Silberling ist ein ganz passables Stück geworden. Zwar hat man das Rad nicht neu erfunden, und es befinden sich auch keine Welterobernden Stücke drauf, jedoch wird es bei Liebhabern des Pagan Metal sicher einschlagen. Potential haben die Jungs auf jeden Fall.

Tracklist

1. Ydalir *
2. Bergische Löwen
3. Götterdämmerung *
4. Die letzte Schlacht *
5. Legenden
6. Der Weg des Kriegers *
7. Ruhm und Ehr´
8. Schatten
9. Skuld *
10. Runen von einst
Punkte: 7/10 Tina/V.U. Label: Massacre Records / Soulfood
Anspieltipps: ***** CD suchen bei » CD bei Hitflip tauschen

weitere CD-Reviews »»
© Visions Underground Heavy Metal Magazin, webdesign by Grit Laskowski