Porcupine Tree "Nil Recurring"
28.2.2008
“Porfcupine Tree”, die Band mit tausend Gesichtern, die Band um Mastermind und Soundarchitekt Steven Wilson, kann man nicht einordnen. Nahezu unmöglich.
Am ehesten passen sie in die experimentelle Psychedelic-Nische. Und irgendwie auch da nicht so richtig. Entweder wird recht Straight drauflosgerockt, wie in „Normal“, schwebt man durch ziemlich bedrückende Sphären (Cheating the Polygraph) oder gibt sich ganz den Verstand vernebelnden psychedelischen Auswüchsen hin, die man im Titeltrack zusammen mit Robert Fripp aufkeimen lässt.
Mit eben diesem Track unter Mithilfe des „King Crimson“- Masterminds haben Porcupine Tree ein Paradebeispiel für höchst anspruchsvolle Musik ohne Hang zur Kopflastigkeit abgeliefert. Im zweiten Song „Normal“ erschaffen sie neben krachenden Rock-Riffs eine entrückte, melancholische Atmosphäre die, gekrönt von zum Sterben schönen Gesangslinien, zum träumen einlädt. „Cheating the Polygraph“ und „what happens now“ sind herrliche Trips mit massenhaft großen Melodien, treibendem rock und ergreifenden Harmonien.
„Porcupine Tree“, das sind Lieder zum abheben, Gefühle in Großaufnahme. Detailverliebt, großartig arrangiert und gespielt. Einfach Kopfkino im Deluxe-Stil.
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