Metal CD Review

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Root "Daemon Viam Invenient"

Root - Daemon Viam Invenient - CD-Cover

20.2.2008
Root sind eine in in ihrem Heimatland Tschechien legendäre Black/Dark Metal Band, die mit ihrem bereits achten Album (Release war bereits im April 2007) nach erfolgreichen Konzerten im Rahmen der No Mercy Festivals sich das Ziel gesetzt hat, auch hier in Deutschland etwas bekannter zu werden.

Der Bandgründer, Mastermind und absolut abgefreakte Frontmann (tättowiertes Gesicht) „Big Boss“ ist nun allein schon so auffällig, dass ein gewisser Bekanntheitsgrad schon aufgrund von „Kultigkeit“ entstehen muss.
Damit aber langfristig was hängen bleibt sollte auch das Musikalische nicht hinter dem Visuellen zurückstehen.
Und ich muss sagen, dass gelingt der Band durchaus bei knapp einem halben Dutzend der 13 Tracks.
Abzüglich Outros und Intros, und bizarrer Versatzstücke (a good affair turned up) macht das doch eine ordentliche Trefferquote.
Stilistisch variiert das Ganze von melodisch bis thrashig, von Doom bis Speed.
Wirklich schwierig zu vergleichen, wenn man die gesamte Langrille kategorisieren wollte. Deshalb will ich an dieser Stelle erstmal die Songs herausgreifen, die mir am meisten zugesagt haben.
Der erste Song auf dem Album „Human“ rockt ziemlich eingängig und gut nach vorne los. Gesanglich richtig geil wie ich finde, allerdings ist das arge Vibrato in der Stimme so ne Sache- der eine wird’s lieben, der andere mit dem Brechreiz ringen.
„Who´re they?“ ist eindeutig der heftigste Song der Scheibe. Hier wird richtig drauflosgeholzt, wobei leider der dünne Schlagzeugsound besonders auffällt. Null wumms hinter der Basedrum. Ansonsten richtig geiler Song zum Abschädeln und Fausthochrecken.
„Strange Beauty of Fright“ ist eine Halbballade, überzeugt mit überraschend unkitschigem Gesangsduetten und für mich ein absolutes Highlight der Scheibe.
Um den Hammer-Refrain ist ein atmosphärisches Stück Dark Metal aufgebaut, dass der etablierten Konkurrenz einen Schauer den Rücken hinterjagen sollte.
Mit „And they are silent“ wird gleich wieder heftig nachgelegt. Hohes Aggressionspotenzial, relativ schnell gehalten, aber mit eingestreuten Doomparts, die sich sehr gut vom Rest abheben.
“Hope dies at last” ist ein absoluter Doom-Brocken, der vor allem durch den variablen Gesang überzeugen kann.

Die weiteren Songs „She“, „Awakening“, „Immortals (Tears of Stone)“, “Sonata of the Chosen ones” sind entweder einfach nicht so überzeugend oder haben etws derart nerviges, dass man einfach kein positives Feedback geben kann.
Bestes (?) Beispiel ist „Sonata of the Chosen ones“, bei dem sich Sänger Big Boss wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, teilweise klingt er wie El Duce von den Mentors auf Drogen (passt ja zu den Mentors, aber sicher nicht zur Musik von Root). Extra nervig: die seltsamen Geräusche die teilweise in die Songs eingemischt werden, direkt aus dem All heruntergeladen (echt wahr).

Alles in Allem: Ein gutes Album, mit ein paar kleineren Durchhängern, alles in allem aber sehr hörenswert.

Tracklist

1. Black Dove & White Raven (Prologue)
2. Human*****
3. She*
4. Who´re they?*****
5. Awakening*
6. Immortals (Tears of Stone)
7. Strange Beauty of Fright*****
8. And they are silent****
9. Sonata of the Chosen Ones
10. What will be next?
11. Hope dies at last****
12. A good affair turned up
13. We shall never surrender
Punkte: 8/10 Ruupü / VU Label: Shindy Productions
Anspieltipps: ****** CD suchen bei » CD bei Hitflip tauschen

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