Saattue "Jäähyvästi"
27.3.2008
Man ahnt es schon, wenn man den Namen hört bzw. liest: bei Saattue handelt es sich um eine Musikkapelle aus Finnland, genauer gesagt aus Riihimäki. 2001 gegründet hat die Band schon einen umfassenden Line-up-Wechsel hinter sich und bringt mit „Jäähyvästi“ das erste Album raus. Die einzige andere Veröffentlichung ist die CDEP „Kivisydän“ aus dem Jahre 2004.
Beim Blick auf die Presse-Info fällt auf, dass es drei Gitarristen gibt, wobei sich einer davon wohl auch hin und wieder am Keyboard versucht. Beim Hören des Albums fällt diese Besonderheit nicht weiter auf, könnte Live aber gut wirken.
Musikalisch sind die Finnen im Doom-Metal anzusiedeln und es macht auch nach dem x-ten mal hören noch Spaß, obwohl die Songs recht lang sind und alle die gleichen Grundzüge aufweisen, sich dann aber doch durch nette Kleinigkeiten deutlich voneinander unterscheiden. So ist gesanglich vom fast schon hymnischen Gesang während des Chorus über „stinknormalen“ Gesang, dunklen Growls, weiblichen Background bis zum Duett mit einer Frau alles vertreten. Und wenn sich eine Band schon mit drei Gitarristen schmückt, folgt daraus auch fast schon logisch, dass die Songs schwer gitarrenlastig sind. Allerdings überwiegen hier die simplen (aber netten) Riffs, hin und wieder gibt es auch mal Akustik-„Einwürfe“. Gesungen wird auf Finnisch und erstaunlich deutlich. Die Songs sind recht langsam und vermitteln, genregerecht, eine düstere Grundstimmung.
Also: empfehlenswert für Doom-Freunde und die, die es werden wollen, für Freunde der finnischen Sprache und Leute wie mich, die sich einfach darüber freuen. ;) Ein Manko hat „Jäähyvästi“ aber doch: trotz aller versuchter Abwechslung ist es doch schwer, sich das Album mehr als 1,5 mal hintereinander anzuhören. Dann wird’s nämlich auch langweilig. Aber immer mal wieder ein oder zwei Songs steigert zumindest die Laune der Verfasserin dieses Reviews.
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