Metal CD Review

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Swallow the Sun "New Moon"

Swallow the Sun - New Moon - CD-Cover

4.1.2010
Die Finnen von Swallow the Sun gehören zu der fleißigen Sorte von Musikern. Stolze drei Releases in drei Jahren, und das bei einem Mammutprogramm an Einzelkonzerten und Festivalauftritten, dass nötigt einem schon einen Heidenrespekt ab. Den Schlagzeugerwechsel haben Swallow the Sun gut weggesteckt, was natürlich auch dem virtuosen Neuschlagwerker Kai Hahto zu verdanken ist, der auf "New Moon" einen exzellenten Job abliefert.
Das Album eröffnet mit einem cleanen Gitarrenpart, der nach zwei Durchläufen vom massiven Hauptriff des Songs überdeckt wird. Eine gute Wahl für den Opener des Albums, denn "These woods breathe evil" schafft einen sehr zutreffenden ersten Eindruck zum gesamten Album. Düster, melancholisch, heavy. Nicht mehr ganz so "hart" wie auf den Vorgängern, sondern musikalisch eher weniger "Dark Tranquility", dafür mehr "Amorphis und In Flames" (wenn man jetzt die ganz grobe Fahrrinne nennen soll, stilistisch sind Swallow the Sun ja eigenständig und bekannt genug).
"Falling World" ist einer der progressiv angehauchten Songs des Albums, die der Garant für den Abwechslungsreichtum von "New Moon" sind.
Mit "Sleepless Swans" wird es nun erstmals ultra-doomig, also eher back to the roots für Swallow the Sun. Mikko Kotamäki setzt hier seine Stimme besonders variabel ein, einschmeichelnd-cleaner Gesang wechselt mit Death Metal Growls und einem gekeiften Refrain. Die Schwerpunktsetzung auf cleane Gitarren gibt dem Song ein fast schon balladeskes Flair. "...and heavens cried blood" haut in die selbe Kerbe, auch wenn hier mehr auf Zerre und Keyboards gesetzt wird.
"Lights on the Lake" ist wohl das abwechslungsreichste Stück, das aber wohl nicht jedem StS-Hörer alter Tage zusagen wird. Im Song unter anderem zu finden: Cleane Frauenvocals und für StS-Verhältnisse hyperschnelle Black Metal-Parts.
Der Titeltrack "New Moon" fällt danach etwas ab, durchschnittlicher Song. Servant of Sorrow ist sicherlich auch nicht das beste Rennpferd im Stall der Finnen, hat aber durchaus seine Momente und ein paar nette Wechsel zu bieten. Der Refrain entschädigt für die teilweise etwas schnarchigen Strophen und Bridges.
"Weight of the Dead" schliesst das Album würdig ab, hier dürfen sich Kai Hahto an den Kesseln und Aleksi Munter an den Keyboards nochmal richtig schön austoben, bevor Mastermind Juha Raivio wieder eine alles verdeckende Gitarrenwand hochzieht. Der Schluss des Songs wirkt etwas arg abgeschnitten.
Zu der guten Musik kommt auch noch ein saugeiles CD-Cover dazu, das im Stile eines alten Kupferstichs aufgemacht ist. Macht sich bestimmt auch gut auf nem Shirt...
Resümee: Einer der stärkeren Releases des Jahres 2009. Für Fans von anspruchsvoller und doomig-düsterer Musik sehr zu empfehlen.

Tracklist

1. These woods breathe evil*****
2. Falling world****
3. Sleepless swans*****
4. ...And heavens cried blood****
5. Lights on the lake (horror part III)****
6. New moon***
7. Servant of sorrow****
8. Weight of the dead***
Punkte: 8/10 Ruupü / V.U. Label: Spinefarm Records CD suchen bei

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