The Firstborn "The noble search"
4.6.2009
„The Firstborn“ aus Portugal entstammen ursprünglich der Black Metal Szene, haben sich aber seit ihrem letzten Album „the unclenching of Fists“ einer Mixtur aus Extrem Metal verschiedener Spielarten zugewandt. Treu geblieben sind sie dem thematischen Rahmen ihres lyrischen Konzepts. Selbstfindung im buddhistischen Glauben und Sinn suche bestimmen die Texte der Portugiesen.
Wer jetzt kopflastige Weltverbesserer- Musik mit Hang zur vertrackten Eintönigkeit erwartet könnte falscher nicht liegen. Mit ihren gekonnten Wechseln zwischen doomigen Passagen, schwarz metallischer Düsterkeit und Ausbrüchen von technisch anspruchsvollem Death Metal stricken die Jungs ein musikalisch äußerst ansehnliches Gewand für ihre interessanten Lyrics.
Während Songs wie das üppig mit Breaks bestückte „Illumination of the Five Realms“ bei Technikfans für offene Münder sorgen wird und „Flesh to the Crows“ mit seinem Wechsel aus Back Metal Gebolze, Sitarklängen und perkussiven Passagen zu begeistern weiß wälzen sich auch noch Doom- Ungeheuer wie das abschließende „Ocean of the one Vehicle“ durch die Speaker. The Firstborn bieten dem Hörer die gesamte Palette des im Metal Bereich machbaren und schaffen es ganz nebenbei auch noch wie aus einem Guss zu klingen. Wer´s gern etwas geradliniger hat, wird mit „The Firstborn“ wohl so seine Schwierigkeiten haben. Wer aber schon lange Hände ringend nach was Neuem sucht sollte sich „The noble Search“ auf jeden Fall mal probeweise in die Ohren stecken. Zwar zündet diese Mischung aus Behemoth und Tool (ja, das trifft durchaus zu) nicht sofort, wächst aber mit jedem Hördurchgang.
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