The Machete "Untrue"
13.11.2007
The Machete werden als DIE neue Entdeckung der finnischen Metalszene gehandelt und auch von Spinefarm Records als diese gepusht. Die Songs von „Untrue“ überraschen allerdings leider nicht und sind meiner Meinung nach leider keine Neuerfindung. Die Vocals klingen sehr Hardcorelastig, was ich ja nicht als negativ bewerten mag, weil ich Hardcore ja gerne mag.
Der Sound selbst klingt nach Soilwork jedoch ohne Spirit und Eigenständigkeit. Technisch sind die Herren aus dem hohen Norden nicht schlecht unterwegs, sie wissen, was sie tun und versuchen ihre Ideen auch gut umzusetzen. Dies ist allerdings ihr zweites Album, und da hätte ich mir besseres erwartet. Der Sound ist einfach nicht „catchy“ genug. Irgendwie klingt alles wie aus einem Guss, ohne Abwechslung.
Auf die cleanen Vocalsparts hätte Sänger Tuomo Saikkonen auch verzichten sollten, denn wenn man schon in die Hardcore-Ecke abziehlt, dann sollte man da auch verbleiben.
Die Nummern knallen zeitenweise ganz nett aus den Boxen, doch der gewollte Aha-Effekt bleibt überwiegend aus. Die Riffs sind teilweise abgehackt und nicht fliessend genug, die Drums wurden meiner Meinung nach zu stumpf eingespielt.
Track 5 auf dem Silberling ist der ruhigste Song des Albums, jedoch haben wir auch hier wieder das Problem mit den cleanen Vocals, die Shouter Tuomo einfach nicht vertreten kann.
Fazit: Ich kann mir nicht vorstellen, dass The Machete DIE Neuentdeckung sein sollen. Eine Basis ist sicherlich vorhanden, nur sollten die Nordmänner noch einiges an ihrem Stil und an ihrem Wiedererkennungswert arbeiten. Meiner Meinung nach gibt es wesentlich bessere finnische Bands, die die Unterstützung von Spinefarm verdient hätten. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden...
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