The Scourger "Dark Invitation To Armageddon"
23.4.2008
Zugegeben, beim Betrachten des Covers habe ich eher mit einer Power und/oder Heavy Metal Band gerechnet, tatsächlich handelt es sich bei The Scourger um eine waschechte Thrash-Metal Band aus Finnland. „Dark Invitation To Armageddon“ ist nun das zweite Album der 2003 gegründeten Band und kann mich schonmal voll überzeugen. Offenbar konnte das auch der Vorgänger, aber nicht mich (wie auch, ich kenne ihn ja nicht mal...), aber die finnischen Musikhörer, schließlich waren drei Single-Auskopplungen in den finnischen Top-Ten vertreten.
In gut einer Stunde gibt es zehn plus eins (Intro) plus zwei (Bonus-)Songs, die durch die Reihe weg aus (zu?) leicht verdaulichem, guten Thrash-Metal bestehen.
Von der Geschwindigkeit her bewegt man sich im mid- bis fast-Bereich und der Gesang ist ein nicht klar zu definierender Misch-Masch aus Growlen und Kreischen. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Genretypisch sind die Songs recht gitarrenlastig mit rhythmischen Riffs und weisen einige gute Soli auf. Kräftig, heftig und dennoch erstaunlich melodiös verkaufen sich die Finnen. Mein persönlicher Favorit ist Nummer sieben, der Titeltrack „Dark Invitation To Armageddon“. Der zweite Bonus-Track, „Hatehead“, ist live aufgenommen worden und erinnert mich stark an In Flames und ist auch von allen Songs am weitesten vom Thrash entfernt.
The Scourger machen Spaß und anständigen Thrash, der aber sicherlich nicht für jeden was ist, weil er bisweilen zu einfach und massentauglich ist. Im Moment des Hörens macht es Spaß, aber es bleibt nicht viel hängen. Dennoch kann ich „Dark Invitation To Armageddon“ nur empfehlen, man kann ja nicht nur schwer verdauliche Kost hören.
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