Trashment "Deadly Silence"
22.3.2007
Aus dem schönen Heidelberg machen sich 3 junge Musiker auf, um mit einer Mischung aus, laut eigener Aussage, “Thrash und Nu-Metal” eine eigene Duftmarke im Metalzirkus zu hinterlassen. Wo allerdings im Sound der Jungs der eh schon lange ausgestorbene Nu-Metal vorkommen soll fragt man sich dann doch. Spielt man doch auf vorliegendem Debutalbum reinrassigen Thrash mit leichten Schwedentod-Anklängen a la Unleashed und Konsorten. Die Texte sind teils englisch, teils deutsch, und auf die kommen wir auch noch zu sprechen. Fangen wir mal bei der Musik an. Prinzipiell machen „Trashment“ soweit alles richtig. Die Rhythmussektion ist tight und legt ein schön heavy hingerotztes Fundament für die tiefergestimmten Gitarren. Die braten ordentlich aus den Boxen und alles in allem ist das ganze vielleicht ein bisschen zu basslastig aufgenommen. Sowieso versprüht die ganze Platte ein ziemlich räudiges Proberaum-Flair welches definitiv nicht jedermanns Sache sein wird, aber schön fett klingt. Die Stimme von Sänger und Bassist Markus könnte ein bisschen mehr Power vertragen. Der hier dargebotene „Gesang“ klingt durchgehend, als hätte der Junge durch ein Abflussrohr seine Parts eingesungen. Ziemlich hohl und kraftlos. Aber wie gesagt, musikalisch ist das, bis auf den Gesang, schon nicht schlecht was hier abgeliefert wird. Mal abgesehen von den ersten beiden Songs, „Horsemen of the Apocalypse“ und „King of the World“ die noch recht dünn dahinplätschern gibt’s durchaus einige Lichtblicke zu verzeichnen. Zum Beispiel der düstere Heavy-Brocken „Exorzist“, bei dem auch das Geröchel von Sänger Markus wie die Faust aufs Auge passt, das mit Punk-Attitüde versehene „Fuck off“, oder der treibende Groover „Mogumbo“. Auch der abschließende instrumentale Titelsong macht ordentlich was her, aber was dazwischen so passiert bedarf doch noch einiger Verbesserung.
Kommen wir jetzt mal zu den Texten Jungs. Zu aller erst, wer zur Hölle ist Mogumbo?? Scheint zumindest ein ganz übler Ungustl zu sein. Und zwotens, so plakativ- provokantes Rumgeprolle wie in „Fuck off“ hätt’ ich höchstens noch Billy Milano von S.O.D. oder irgendwelchen Hardcore- Straßenrabauken zugetraut. Und zu eurem 43 Sekunden Stück „Eindringling“ ist euch echt nichts Dümmeres eingefallen als dieses „f*** mich!“- Geplärre?
Wer hat das denn verbrochen? Also, überarbeitet diesen Schmonz schleunigst. Beim nächsten Mal will ich vernünftige Texte mitgrölen.
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