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Twilight Guardians "Ghost Reborn"

Twilight Guardians - Ghost Reborn - CD-Cover

9.11.2007
Ich war sehr überrascht, als ich den Namen Twilight Guardians hörte, kannte ich diese Band doch überhaupt nicht....
Und noch überraschter war ich dann, als mir die Herkunft der Band bekannt wurde... aus Finnland kommen die Jungs, dass zeigte mir, dass ich doch nicht jede finnische Band kenne :)
Alle guten Dinge sind drei und somit folgte eine weitere Überraschung, die da wäre, dass Twilight Guardians sich dem traditionellen Heavy Metal verschrieben haben – mit Sicherheit aus diesem Grunde eine Sonderstellung in der finnischen Szene einnehmen, dominieren dort doch gewöhnlicher weise eher Düstersounds wie Black, Death oder Gothic Metal.
Ich schmiss also die CD in den Player und harrte der Dinge die da nun kommen würden und das was meinen Ohren dargeboten wurde, war zwar nicht unbedingt mein favorisierter Musikgeschmack, aber man kann sich’s ja nicht immer aussuchen !!
Die Finnen starten mit „Glasschains” in ihren Longplayer und ich bin von dem frischen Gitarrenspiel zunächst angetan, jedoch verfliegt diese kurzzeitige positive Stimmung recht schnell, als der Gesang einsetzt und ich merke wie drucklos die Songs aus den Boxen gekrochen kommen. Wie es dem traditionellen Heavy Metal entspricht, sind Twilight Guardians in E gestimmt und dementsprechend ohne die nötige Portion Heavyness kommt das ganze bei mir an und raubt so den Songs der Band die erste Ausdrucksstärke. Das Zusammenspiel an sich ist tight und auf den Punkt gebracht und man merkt zweifelsohne, dass die Finnen ihr Handwerk beherrschen...nur leider haben sie ein Genre gewählt, welches mich überhaupt nicht anspricht und welches für eine finnische Band nicht gerade von Vorteil zu sein scheint. Zudem haben sie in der Lead Fraktion ein echtes Problem: Beide Gitarristen spielen wunderbar zusammen, jedoch wenn es um Solis geht, rücken in 90% der Fälle sehr simple, improvisierte und schnell gespielte Möchtegern -Leads an genau die Stellen, an denen sie den vorausgegangenen Rhythmus Sektionen in keiner Weise gerecht werden weil sie ohne Plan und Struktur einfach nur hingerotzt werden !!
Ein weiteres negatives Element bei Twilight Guardians ist der Gesang, der zwar sehr sauber & clean ist, aber dafür auch über die gesamte Spielzeit des Albums überaus eintönig und grenzenlose Langeweile verbreitend für blutende Gehörgänge sorgt.
Unglaublich, dass die Jungs das selbst nicht merken, wie emotionslos Sänger Vesa zur Sache geht oder man muss in Reihen der Band unglaublich tolerant miteinander umgehen, was letztendlich aber kein Garant für Erfolg sein wird !! So viel ist sicher !!
Leider zieht sich dieses monotone Trauerspiel mit nur sehr geringfügigen Ausnahmen über die kompletten ersten 9 Songs und als ob es die Raben von den Dächern gerufen haben sollten, wartet man im finalen „Out Of Our Hands“ erstmals mit eingängigem Spiel auf und auch die Vocals sind hier zum ersten und auch zum einzigsten Mal variabel, bescheren so Twilight Guardians wenigstens einen Anspieltipp...
Allerdings scheint dieser eine Song ausreichend dafür gewesen zu sein, um die Verantwortlichen für die Vergabe von Plattenverträgen im Hause Spinefarm überzeugt zu haben oder die waren gerade besoffen....
Ich will die Jungs ja nicht zu schlecht machen, aber hier muss noch viel passieren um das gewohnt hohe musikalische Level anderer finnischer Bands zu erreichen !!
Ghost Reborn“ ist nur was für Old School Metaller die beide Augen ( und Ohren...!! ) zudrücken !!
Alle anderen – Finger weg und lieber einen trinken gehen !!

Tracklist

01. Glasschains
02. Rainbow´s Gold
03. Wildbite
04. The Game
05. Bring It On
06. Walk This Line
07. The Weight
08. This Blood
09. Fallen Lamb
10. Out Of Our Hands ***
Punkte: 5,5/10 Hanzi/V.U. Label: Spinefarm Records
Anspieltipps: ***** CD suchen bei » CD bei Hitflip tauschen

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