Vardan "Hidden in a Tomb"
27.11.2007
Vardan, eine Ein-Mann-Show aus Italien, nahm 2004 ein Demo namens „Hidden in a Tomb“ auf. Da sich aber anscheinend bereits damals schon niemand für den Düstermann interessierte, nahm er eben Vier volle Alben auf, ohne damit großartig auf sich aufmerksam zu machen. Als aber Folter records das Demo dieses bösefiesen Pandas in die Finger bekamen nahm man ihn unter Vertrag und veröffentlichte nun, nein, nicht die Full-Length-Alben, sondern eben jenes Demo als Neueinspielung. Die Vorgeschichte an sich ist schon Gold wert. Das sind eigentlich solche Anekdoten auf die echte Klassiker folgen.
Aber leider sieht das bei Herrn Vardan eben nicht wirklich nach „Klassiker“ aus. Eher nach nem klassischen Reinfall. Wo andere heutzutage Black Metal der frühen Neunziger wenigstens anstandshalber in einigermaßen erträglichem Sound präsentieren und sich auch mal Mühe geben ihren Kompositionen etwas Wiedererkennungswert abzulocken, verzichtet unser Alleinunterhalter auf solchen Firlefanz und kreiert lieber vertonte Langeweile aus den wieder- und wiederkehrenden, altbackenen 08/15-Riffs, kaum hörbarem, verzerrtem Geröchel und einem Drumcomputer der einem schon nach den ersten Takten, die dem unterirdisch schlechten Intro folgen, mit aller Penetranz auf den Senkel geht. Wenigstens ist der Opener des „Albums“ „Eternal Vision“ noch mit einer gewissen, mit gutem Willen auch erkennbaren, Atmosphäre gesegnet. Aber von da an herrscht schlicht und ergreifend die vollkommene Ideenlosigkeit.
Ich hätte ja kein Satyricon-Wunderwerk und auch kein Dimmu-Bombast-Epos erwartet, aber bei allem was heute im BM an zumindest Gutklassigem die Presswerke verlässt, nicht zuletzt unter dem Banner von Folter Records, darf man schon ein kleines bisschen Anspruch haben.
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