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Wydfara´s Prophecy "Amplified Wrath"

Wydfara´s Prophecy - Amplified Wrath - CD-Cover

4.5.2007
Österreich ist bekannt für sein etwas morbides, aber vor allen Dingen gemächliches Volk. Die eben diesem Volk angehörigen Wydfara´s Prophecy zeigen mit ihrem Album „Amplified Wrath“, dass man es auch komplett ohne Morbidität, dafür aber ziemlich gemächlich angehen lassen kann. Dem Opener „Five On Their Thrones“ hört man jedenfalls keinen verstärkten Zorn an, er plätschert eher im seichten Gewässer einer Gitarrenaufwärmübung herum, langsam, ohne Gesang, ohne Höhepunkte. Und auch beim zweiten Song „I Let It Crash“ muss ich leider sagen, dass der Titel ein leeres Versprechen ist, denn der Gesang setzt so spät ein, dass man ihn gar nicht mehr erwartet. Hier hätte man sich für eine klarere Linie entscheiden können, ob man nun ein Instrumental bringen will, oder dann doch noch Bock aufs Singen hat. Dafür entschädigen uns Wydfara´s Prophecy mit Songs wie „Zmyrna“ und „Blanket Of Blood“, in denen sie tempo- und ideentechnisch erfreulich aufholen. Hier sind die Gitarrenriffs um einiges energischer und der Hörer darf sich an frischem Melodic Death Metal laben. Wenn da nicht die Stimmen wären! Die Band kann zwar mit gleich vier Sängern aufwarten, darunter auch eine Frau, aber ich empfinde alle vier Stimmen als sehr mittelmäßig. Ein Growler, der sich die größte Mühe gibt, und für mich der beste innerhalb des Gesangsquartetts ist; ein nerviger Kreischer, den man wirklich entbehren kann, und dann noch besagte Dame, die nicht schlecht, aber auch nicht gut singt – und dazu auch noch äußerst gedämpft klingt. Leute, wenn ihr schon einen cleanen Frauengesang dabei habt, warum mischt ihr den so dermaßen runter??? Naja, und den vierten Sänger hört man ehrlich gesagt noch nicht mal raus.
Amplified Wrath“ kann sich in meinen Augen nur durch das gute Gitarrenspiel über Wasser halten, das teilweise wirklich durch ein flottes und bündiges Riffing glänzt, und auch noch mit gutem Sound daher kommt. Deshalb finde ich es umso trauriger, dass die Band sich quasi selbst mit ihren Sängern im Weg steht! Für manche mag es ja ganz toll und supi-individuell sein, für mich aber sieht es so aus, dass Wydfara´s Prophecy sich für eine Richtung entscheiden müssten, um erfolgreicher zu sein. Wenn zum Beispiel der Growler alleine singen würde, wäre das schon ein ordentlicher Schritt hin zum schwerstens rockenden Melodic Death-Getöse! Fänd ich gut...

Tracklist

1. Five On Their Thrones **
2. I Let It Crash **
3. Zmyrna ***
4. Death Contract ****
5. Blanket Of Blood ****
6. My Curse **
7. Solace ***
8. Clearin´ It Out ***
9. OTS **
10. The Prophecy **
Punkte: 5/10 Rebecca Rey/V.U. Label: Gregorio Records
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