Age Of Aggression "Addicted to Metal"
4.9.2007Die Idee von einer Thrash Metal Band mit dem Namen AGE OF AGRESSION geht bis ins Jahr 2002 zurück und entspringt den Köpfen von Lara Nava (vox) und Daniel Merz (bass; ex-Steelhead, Ex-Deadspawn). Während ein Proberaum in Mainz- Mombach schnell gefunden ist, gestaltet sich die Suche nach geeigneten Mitstreitern schwieriger. Nachdem über die Jahre etwa 10 Schlagzeuger und 15 Gitarristen die Aufnahmetests nicht bestehen, stoßen Anfang 2006 mit Karsten Paschke (drums; ex-Necrorgasm, ex-Karambole), Susanne Latz (guitar) sowie Demented- Basser Christoph Mayer (vox) endlich die passenden Leute zu der Band. Mit Vollständigkeit der Band setzt sich Basser Daniel direkt mit viel Fleiß ans Songwriting, dessen oberstes Gebot old school und Metal lautet; das Arrangieren erfolgt von der ganzen Band. So zeigt sich, dass sich der Stil der Band in eine Richtung entwickelt, der entgegengesetzt des ursprünglichen Planes einer Thrash Metal Combo eher in den Bereich des Death Metals driftet.
AGE OF AGRESSION legen also wert auf Tradition, soviel ist sicher. Das erste Demo der Band "Addicted to Metal", im Herbst 2006 eingespielt, ist eine wahre Dampfwalze; hier trifft der Spirit des traditionellen Heavy Metal auf Elemente aus dem Death Metal, wobei besonderer Wert auf das Zusammenspiel von Gitarre und Bass gelegt wird, um einen unangepassten Sound zu erschaffen, der sich von demjenigen Sound abheben soll, welcher sich durch druckvolle Klangwände charakterisiert. Die Band will entgegen des üblichen, Druck erzeugenden Trendsounds vor allem vertrackte Songs erschaffen, wobei ein gewisses spieltechnisches Niveau nicht unterschritten werden soll. Schon beim Intro bekommt man vermittelt, wo der Hammer hängt- das Zusammentreffen von zuckersüßen Engelsstimmchen und Waffengeballer bedarf keiner Worte mehr. Sodann walzen die Dame und der Herr an den Mikrofonen mit "Metal Creation" den Hörer sofort ordentlich nieder. Ein Duo aus männlichem und weiblichem Gegrunze ist im Metal meines Wissens noch sehr selten- interessante Idee. Dazu kommt, dass weder Lara noch Mayer irgendwelche Gesangseffekte verwenden, sodass der brachiale Sound und das bestialische Gegrunze ganz natürlich zustande kommen- beeindruckend ist das allemal. Das folgende "Extermination" macht in demselben Stil weiter und führt unerbittlich den Sound fort- nette Gitarrenmelodien neben viel Brutalität. "Hell´s Bastards" ist mein persönlicher Favorit; hier wird mit viel Speed und treibendem Rhythmus, coolen Bassläufen und temporeichem Gitarrensolo aufgewartet. An den kurzen Solo-Basseinlagen sollte die Band noch etwas feilen, sowie sie gelungener in den Song integrieren, da die Bassläufe doch ziemlich isoliert dastehen. Am Ende gibt´s noch in alter Metal Tradition n fetten Rülpser obendrauf- Prost! Auch beim letzten Song "Aggressive Ages" gibt´s noch einmal richtig bestialisches Gegrunze und schöne Bassläufe zu hören. Diese besondere Stilistik sollte die Band unbedingt besser ausbauen und gelungen untermauern, da die Bassläufe doch ziemlich alleine da stehen und derart umgesetzt wie gewollt und nicht gekonnt rüberkommen. Dahingehend wäre das Songwriting durchaus noch zu verbessern. Auch der lyrische Gehalt der Scheibe ist durch sein niedrig- primitives Niveau alles andere als überzeugend, sodass man froh sein kann, dass man das Grunzpaar sowieso nicht versteht. Aber es handelt sich ja nun mal um heavy Death Metal, also dürfte das bei manchen Fans dennoch Anklang finden. An der Produktion gibt es auch noch viel zu bemängeln, aber schließlich handelt es sich hier um ein Demo, also darf man ruhig etwas nachsichtiger sein. Wenn man den Sound noch differenzierter ausfeilt, dann könnte eine neue, brutal energiereiche Death Metal Walze geboren sein, die auch instrumentell was bieten kann.
CD Bestellungen gehen an info@age-of-agression.de. Abschließend verbleibt also noch im Sinne der Band zu verkünden:
So let the hatred and beer flow to experience the bastardized mindfuck of our metallized chants when the Age of Aggression will arrive!
OLD SCHOOL SUPREMACY!
In diesem Sinne...Cheers!
