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Asgaia "In carni veritas"

Asgaia - In carni veritas - CD-Cover 13.12.2006
Nach dem Zerfall der Death Metal Band „Damnation“ formierten sich 1995 die Mitglieder Marcel Fischer, Stefan Hornschuh und Thomas Thiele mit Neu-Keyboarder Christian Winterberg unter dem Banner „Asgaia“ neu und veröffentlichten zunächst die EP „Waves“ und anschließend das Album „Yersinia“.
2005 schließlich schnappte man sich Randy Girrulat als neuen festen Drummer und machte sich an die Arbeit am neuen Album „In carni veritas“ welches nun vorliegt.

Asgaia“ spielen auf den ersten Blick Dark-Metal, haben aber noch eine Portion Death aus ihren „Damnation“-Tagen mitgenommen und lassen sich so ganz gut mit Crematory vergleichen. Aber natürlich, wie sollte es anders sein, hat man es hier nicht mit einem simplen Abklatsch zu tun. Epische Passagen ala Paradise Lost und getragene Sentenced-Momente fließen ebenfalls in ihre Musik ein. Der Opener „Under Control“ drückt nach kurzem Intro mächtig aus den Boxen und Brocken wie „Illusions“ oder „Obscuring“ lassen ein ums andere Mal die Death-Metal Wurzeln der Jungs durchscheinen. Die Wechselgesänge zwischen Growls und cleanem Gesang erinnern durchweg an oben erwähnte deutsche Gothic-Death-Institution, schlagen aber durchaus positiv zu Buche. Mit „In the Dutch Mountains“ hat man ein prima Cover eingetütet welches das Album angenehm auflockert. „The End“ metert dann gar mit Power-Metal Riffing los und bietet nen eingängigen Mitgröl-Refrain. Klingt schon fast richtig fröhlich. „Invented Reality“ mit seinen dominanten Keyboards zeigt die Mannen dann noch mal von ihrer balladesken Seite bevor es etwas komisch wird. Zwar sind die letzten beiden Songs musikalisch auf einer Höhe mit dem Rest des Materials, aber musste man sich als zweite Coverversion unbedingt „Children“ von Techno-DJ Robert Miles vornehmen? Immerhin hat das belanglose Klimper-Liedchen ne ordentlich derbe Metal-Verkleidung bekommen. Kritik auch beim Schlusspunkt der Scheibe. Auch wenn „Masculinity“ ein schmucker Brecher geworden ist, die lyrische Komponente is nich gerade Nobel-Preisverdächtig und recht prollig geraten. Naja, schwamm drüber.

Asgaia haben auf jeden Fall einen Silberdreher ausgefräst, der sich sehen lassen kann. Für Fans von Crematory sicherlich ein wertiges Scheibchen und für alle anderen sei ein Probehören angeraten, da man zwar keine echten Durchhänger, aber auch keine großen Glanztaten geboten bekommt. Der etwas altbackene Sound sei der Vollständigkeit halber auch noch erwähnt. Für eine Platzierung an der Spitze des oberen Mittelfeldes reicht’s aber allemal.

Tracklist

1. Intro
2. Under Control ***
3. Obscuring ***
4. QQQ
5. Enslavery ****
6. In the Dutch Mountains ****
7. Illusions ***
8. The End **
9. Invented Reality **
10. Children *
11. Masculinity **
7,5/10 Punkte Daniel / V.U. Anspieltipps: *****

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