Demo Review

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Blood Stained "III Sic Transit Gloria Mundi"

Blood Stained - III Sic Transit Gloria Mundi - CD-Cover 24.9.2008
Old School, Old School , nochmals Old School. Blood Stained aus Österreich zelebrieren hier auf ihrem, dem derzeitigen Stand der Dinge nach, letzten Output Heavy Metal in der Ader von Judas Priest zu „Defenders..“- Zeiten. Letzter Output deshalb, da Phil van der Kill (voc) Jack Power (guit, progr,keys) und Duke Diamond (bass) sich dazu entschlossen haben, dem traditionellen Heavy Metal vorerst Lebewohl zu sagen und dem Hair Rock der Achtziger zu neuer Aufmerksamkeit zu verhelfen, mit ihrer neuen Kapelle „Sergeant Steel“.
Tja, da bleibt nur noch den „Überbleibseln“ zu huldigen und darauf zu hoffen, dass die Herren wieder auf den „rechten Weg des wahren Stahls“ zurückfinden werden. Ist nämlich alles andere als schlecht, was die Jungs hier an rostfreier Artillerie aufgefahren haben.
Gute Songideen, verbunden mit gekonnter musikalischer Umsetzung ergeben einen starken Gesamteindruck. Auch wenn ich jetzt keinen absoluten Überflieger-Hit ausmachen kann - schlecht ist sicherlich keiner der regulären 11 Tracks (es sind noch zusätzlich 2 Live-Tracks enthalten).
Für ein Demo ist die Soundqualität außerdem absolut spitzenklasse. Ein großes Lob, da selbst produziert.
Zu den Songs: „Stainless Steel“ fängt mit einem stilsicheren Ballerintro vom Krisenherd in ihrer Nähe an, das von vornherein klarstellt, dass Gefangene nicht gemacht werden. Die markanten Screams werden gut getimed eingesetzt, auch wenn man an der einen oder anderen Stelle merkt, dass nicht mehr viel Luft nach „oben“ ist. Der besungene „Breath of the Banshee“ ist definitiv zu spüren.
Sehr schön. Nach dem harten Opener geht’s im Midtempo weiter, Thrall of Darkness“ glänzt mit dem ultra-eingängigen Refrain, auch wenn man sagen muss, dass das zugehörige Riff sicher keinen Innovationspreis gewinnt.
Dasselbe lässt sich auch von „End-Time Priest“ sagen. Das Hauptriff ist eher langweilig. Der Gesang ist hingegen super, der Text kultig. Ein etwas „zweischneidiges“ Highlight, da einerseits Ohrwurm, aber von der Gitarenarbeit öde, bis auf das coole Solo vielleicht.
Und auf einer richtigen, klassischen Heavy Metal Scheibe darf auch eine Halbballade nicht fehlen: Selbige heißt „Brave“ und dümpelt eher so vor sich hin. Hart und schnell können die Jungs besser.
„Comedown of Godz“ ist für mich eines der besten Stücke der Scheibe, auch wenn es vom Härtegrad eher etwas aus der Reihe tanzt, vom Chorus beim Refrain ausgehend könnte man fast von einer alten Scorpions-Hard Rock-Perle sprechen.
Merry Hell ist im Gegensatz zum vorherigen Stück eher in der Thrash-Richtung angesiedelt, ich weiß nicht ob der Titel eine Reminiszenz an Annihilator sein soll, aber stilistisch würde es auf jeden Fall auch in die Ecke derer ersten Alben passen. Nicht gesanglich aber, von der Songstruktur her durchaus.
Episch wird es bei „Rituales del Muerte II“ hier wird die Geschwindigkeit richtig gedrosselt, um dann gegen Ende wieder richtig Gas zu geben.
„Banished“ will bei mir nicht so richtig zünden, hier fehlt irgendwo der finale Arschtritt. Die guten Elemente des Songs auf drei Minuten zusammenzuraffen und sich nicht in gleichförmigen Wiederholungen zu ergehen wäre die bessere Lösung gewesen.
Sehr gut und selbstverständlich 100 Prozent old school kommt „Sign of the Snake“ daher. Schöne „Kämpfen für Satan“-Lyrics, so wie es sich gehört.
Klischee ick hör dir trapsen. Kultig und deshalb Daumen hoch.
„Oppressed“ kann mich im Gegenzug nicht so wirklich vom Hocker reissen.
„Baphomet in Steel“ ist dann die finale, sehr melodisch geratene Huldigung an „Horny aus Dungeon Keeper“ und schließt das Album würdig ab.
Naja, eigentlich tun das die zwei Livetracks, aber die lass ich jetzt mal unter der Rubrik „Bonus“ laufen und werte sie nicht.
All in all: Gutes Album, sowieso da es eigentlich unter der Rubrik Demo läuft!
Hoffen wir, dass Blood Stained sich das mit dem Hair/ Hard Rock doch noch mal überlegen...

Tracklist

1. Stainless Steel
2. Thrall Of Darkness
3. End Time Priest
4. Brave
5. Comedown Of Godz
6. Merry Hell
7. Rituales Del Muerte II
8. Banished
9. Sign Of The Snake
10. Oppressed
11. Baphomet In Steel
12. M X C2 (Live MMVI)
13. Blood Stained (Live MMVI)
8,5/10 Punkte Ruupü / VU Label: Eigenproduktion
Anspieltipps: *******

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