Meltdown "Noise Night (Live am 17.02.2006) Demo"
20.3.2006Eigentlich muß ich ja zur Band Meltdown hier auf Visions Underground nichts mehr schreiben, denn diverse begeisternde Konzerte wurden schon von uns reviewt. Aber hier gibt`s nun das erste Demo der Band.
Und ich muß schon sagen, ich finde es mutig, diesen Schritt dann auch noch mit einem Livemitschnitt zu machen. Demzufolge sind laut Gitarrist Daniel nicht alle Parts 100 % korrekt gespielt. Ja gut Daniel, wen interessiert`s? Wenn ich 100% perfekte Mucke hören will, dann geh ich nicht auf Livekonzerte, sondern schließ mich in meinem 100 % schallisolierten Raum ein und dreh meine 100.000 Euro Anlage auf und bewege meinen Kopf nicht, damit ich einen absolut gleichen Höreffekt erziele. Ähem, wir reden über Live-Metal-Musik !!!
Los geht`s mit „ Death Train “ und einem kurzen musikalischen Anklopfen von Drummer Patrick und Bassist Dominic, bevor Daniel mit der Axt hinzustößt , die Finger kurz mal flitzen lässt. Bei 01:20 kommt das Break und Kristina steigt in den Todeszug ein. Gekonnter Heavy Rock / Metal. Teilweise erinnert mich Daniels Solo ein wenig an alte Judas Priest zu „ Hero, Hero “ Zeiten. Leider stelle ich fest, daß es bei den Aufnahmen wohl leider kein Mikrophon Richtung Publikum gegeben hat, denn die Reaktionen waren beim Konzert doch deutlich lauter. Weiter rockt`s mit „ Call Of The Sirens “ , diverse Tempowechsel midtempo / treibend und ein guter bodenständiger Gesang von Kristina, welcher ohne große Schörkel auskommt. Danach kommt das bisher jüngste Stück von Meltdown : „Poseidon“! Sehr schöne Gesangslinien, abwechslungsreiche Gitarre und Rhythmus, so dass der Song auch im 10. Durchlauf nicht langweilig wird. GEIL! Auch der ruhige Mittelteil wird gekonnt dargeboten.
Danach kommt leider schon der letzte Song namens „ Lovely Love “ . Den Text sollte sich jeder Horrorfan mal in Ruhe zu Gemüte führen und versuchen, sich das Gesungene Vorzustellen. Also wer hier eine Ballade erwartet hat wird wohl enttäuscht werden!
Der Song bleibt nur 20 Sekunden lang ruhig. Danach dominieren Meltdown – typisch Gitarre Bass und Drums. Auch Kristina hört sich, passend zum Text, deutlich energischer an. Leider scheint das Limit des Mikrophons bei Kristinas Scream deutlich überschritten zu sein.
Und nun der Oberhammer, da es sich ja hier um einen kostengünstigen Livemitschnitt der Band handelt könnt Ihr das Demo in CD-Form für unglaubliche 1,00 Euro + Versandkosten bei der Band bestellen!!! Hier der Weg zum Demo: daniel@meltdownband.de oder über deren Homepage www.meltdownband.de !!!
Fazit: Ein Demo, welches man haben muß, wenn man nicht die Möglichkeit hat, die Band live zu sehen. Nun werden sich einige Leute fragen warum ich nur 8 Punkte vergebe:
- wenn sich die Band so weiterentwickelt wie von „Call Of The Sirens“ zu „Poseidon“, dann müssen wir bald die Richterskala nach oben erweitern.
- werden wir wohl noch weitere Demos von Meltdown (hoffentlich) bekommen und wie soll ich die bewerten wenn ich hier schon 9 / 9,5 Punkte gebe.
- was sollen denn die Plattenfirmen denken, wenn die hier lesen, daß Ihre Talentscouts ihre Arbeit nicht richtig machen ?
