Demo Review

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Sarx "Nail Through Head (Demo 2005)"

Sarx - Nail Through Head (Demo 2005) - CD-Cover 9.5.2006
Dieses Album ist also die logische musikalische Weiterentwicklung seit der ersten Demo „... Of Natural Rage ...“ Seit diesem Demo hat die Band auch zwei Besetzungswechsel hinter sich: hinter der Schießbude prügelt jetzt Fernando die Felle und an der Gitarre gibt jetzt Kensington alles, um der Musik von Sarx ihren unverwechselbaren Charakter zu verleihen.
Beim Anhören dieser CD frage ich mich immer wieder, wieso es den Jungs bislang leider verwehrt geblieben ist, einen guten Deal zu ergattern.
Auf „Nail Through Head“ findet man zwar nicht mehr diese ... ich möchte fast schon sagen filigranen ... Soli, die Christian Sonneborn 2000 noch zum Besten gegeben hatte.
Aber auch hier gibt es Soli und die Melodie ist auch nicht komplett auf der Strecke geblieben, aber die Soli sind nicht mehr ganz so ausgedehnt wie noch in alten Zeiten. Aber dass Kensington sein Handwerk an der Lead-Gitarre versteht und auch großes musikalisches Können an den Tag legt, kann man unschwer raushören. Und das gilt im Übrigen für alle Bandmitglieder: vom bloßen Anhören der CD kann man schon darauf schließen, dass da eine Death-Metalband als Einheit fungiert, wobei alle Bandmitglieder ihre Instrumente beherrschen, alle mit mächtig viel Ehrgeiz dabei sind. Daher ist „Nail Through Head“ zu einer solchen Death-Metal-Überscheibe geworden. Und die Bandeinheit, die diese Überscheibe erschaffen hat, sind: Jost Kleinert – Vocals, Christian Treude – Gitarre, Kensington – Gitarre, Gregor Frischko – Bass und last, but not least Fernando Thielmann – Drums. Die Songs bieten Tempowechsel vom Feinsten, auch sind hier wieder Jost´s tiefe Growls und auch die fiesen, gemeinen :-) Screams, die schon auf „... Of Natural Rage ...“ mächtig Eindruck hinterlassen haben. Ja, dann werde ich jetzt mal auf die Songs im Einzelnen kommen:
Die Scheibe startet mit „Melted under Siege“. Und „Melted under Siege“ startet mit gemäßigtem Tempo, aber wiegt Euch dessen bloß nicht in Sicherheit, denn das Tempo wird rasch angezogen, bis Jost seinen Eingangsgrowl in die Welt loslässt. Danach geht´s mit Fullspeed weiter. Schon dieser Opener lässt Euren Nackenmuskeln kaum ´ne Chance, ohne Übersäuerung aus dieser Geschichte wieder rauszukommen. Gleichzeitig zeigt dieser Song die 05´er Marschrichtung von Sarx: die Songstrukturen sind abwechslungsreicher geworden, schon was die Tempowechsel und auch die Variabilität angeht. Geiler Opener!
Gefolgt wird dieser Song von dem harten, schnellen und trotzdem melodischen „Brute Force Divorce“: Highlight des Stückes ist die betätigte Pumpgun.
Wie ein langsam aufziehender Sturm beginnt „Who Wind Sows“. Anders als bei diesem Song kann ich mir es einfach nicht vorstellen, wie es ist, wenn man in einen Sturm gerät, bei dem es einem ja auch schwer wird, Luft zu holen.
Der Titelsong “Nail through Head” ist schlicht und einfach das Paradebeispiel und quasi das Motto der Band: brutale Härte, die abwechseln schnell und etwas gemäßigter präsentiert wird und mit geilen Melodien, ob im genialen Solo von Kensi oder auch so, garniert wird. Absolut würdiger Titelsong!
Eine gewaltige Songwand baut sich dann bei „Chamber of Remorse“ auf. Bei diesem Song muß ich auch wieder auf Kensi´s kurzes Solo hinweisen, was dem ( und auch allen anderen Songs von Sarx) das gewisse Etwas verleiht.
Bow to the Thorns” – ein weiterer absolut geiler Song mit dem erwähnenswerten Zwischenspiel bei 1:49 min. Auch dieses Stück lässt Euren Nackenmuskeln keine Chance ( wie im Übrigen alle Songs dieser Scheibe ... :-))
Curse of the Spiritless” beginnt ungewohnt ruhig – aber dies wirkt nur wie ein kurzes Luftholen, laßt Euch das gesagt sein ... auch dieser Song haut voll in die Fresse! Die Power, die dieser Song vermittelt, ist echt gigantisch!
Bonecrusher“– hier zeigt uns Kensi das für mich beste Solo dieses Albums, genial!
Als letzen Song servieren uns SarxBFG“, das von Beginn an so gewaltig in die Fresse haut, dass Eure Nackenmuskeln, falls nicht schon geschehen, jetzt den finalen Todesstoß erhalten.
Nach allem nur noch mal zur Erinnerung: dies ist eine Demo-Scheibe! „Nail Through Head“ kann sich problemlos mit Größen des Genres messen, und glaubt mir: Sarx würden da mit ziemlicher Sicherheit nicht als Verlierer draus hervorgehen. Die Produktion mutet professionell an und lässt keinerlei Mängel erkennen.

Mein Fazit: Ich kann sagen, dass ich bedingungslos hinter dieser Scheibe stehe und daher auch nichts anderes in Frage kommt als die 10 Punkte !!!
Sarx schaffen es hier mal wieder, brutale Härte absolut gekonnt in Szene zu setzen und mit geilen Melodien zu paaren. Ich bin so stolz, dass die Jungs bei unserer Bandbegleitung mitmachen!
Sarx sind bereit für mehr !!!

Tracklist

1. Melted under Siege 4:39 ****
2. Brute Force Divorce 4:02 *******
3. Who Wind Sows 5:49 *******
4. Nail through Head 4:33 *******
5. Chamber of Remorse 4:40 ******
6. Bow to the Thorns 4:13 ******
7. Curse of the Spiritless 5:09 ******
8. Bonecrusher 5:35 ******
9. BFG 3:21 *****

Runningtime: 42:04
www.sarx.de
10/10 Punkte Dani / V.U. Label: Eigenproduktion
VÖ : 2005

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