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Conspirator "Second Conspiracy"

Conspirator - Second Conspiracy - CD-Cover 31.3.2007
Das, nach “Cannibal of war”, zweite Conspirator Album hat eine lange Vorgeschichte voller Irrungen, hat es aber letzten Endes doch noch zur Serienreife gebracht. Nachdem Bandkopf und Songwriter Tankred Best vor einigen Jahren direkt nach den Aufnahmen von Cannibal of War mit dem komponieren der Songs zum zweiten Album begonnen hatte, hat er wohl kaum daran gedacht, was so alles auf ihn zukommen würde. Zunächst wurde das Album, nach dem Ausstieg von Ur-Drummer Sebastian Ruppel unter Zuhilfenahme eines Drumcomputers, im Alleingang von ihm eingespielt. Danach verließ zunächst Sänger Albert Link die Band ohne dass Vocals für „Second Conspiracy“ aufgenommen wurden und schließlich trennten sich auch die Wege von Herrn Best und seinem Basser Tony Skudlarek, dem zweiten Gründungsmitglied von „Conspirator“. Allein auf weiter Flur konzentrierte sich der musikalische Tausendsassa zunächst auf seine Solo-Instrumental-Platten, die im Underground auf haufenweise gute bis euphorische Reaktionen stießen und von denen in dieser Zeit einige veröffentlicht wurden. Außerdem nahm er mit seinen Ex-Kollegen von der deutschen Thrash-Underground Institution „Witchburner“, die er mitgegründet und nach zwei Alben verlassen hatte, unter dem Namen „Dangerous Force“ eine Split-Single mit „Solitude“ aus der Türkei auf und übernahm live den Bass bei der Melodic-Thrash-Death Band „Mindreaper“. Danach wurde das Album zum zweiten Mal in Angriff genommen. Zunächst spielte der inzwischen immer noch alleingelassene Tankred das Album komplett neu ein, und machte sich auf die Suche nach einem neuen Sänger. Tony Skudlarek war wieder in der Band, ein Sänger aber nicht in Sicht, so dass man wieder Albert Link ins Boot holte, der das komplette Material einsang. Unmittelbar nachdem das Album aus dem Presswerk kam, verkrachte man sich innerhalb der Band wieder, was darin gipfelte, dass Tony das komplette CD-Kontingent einbehielt, und Tankred dafür sein Bass-Equipment. Inzwischen haben sich die beiden Bandgründer Tony und Tankred wieder vertragen, Albert ist wieder raus aus der Band, und der zwischenzeitlich neu engagierte Drummer ist auch schon wieder nicht mehr im Boot. Viel Wirbel also, der sich aber gelohnt hat, „Second Conspiracy“ ist nämlich ein Old-School-Thrash-Feuerwerk geworden, das sich gewaschen hat.

Bereits der Brecher „Ready to die“ schreddert einem sämtliche Zähne aus der Kauleiste. Voll auf die zwölf und schön räudig knallt das Teil aus den Boxen. Und gleich fällt einem die Gitarrenarbeit auf, die hammerharte Riffs und schmissige Soli bietet, die manch andere Underground Bands auch nach Monaten im Proberaum nur zu gerne aufs Tapet bringen würden. Doch wird hier nicht stumpf vor sich hingerumpelt, vielmehr bietet das Album songwriterische Vielfalt in allen Variationen. Vom treibenden, bereits erwähnten Opener, über den alles zermalmenden Groover „Blood of Brothers“ bis hin zum fast- Death-Metal Song „Epidemic Death“ oder den harten High-Speed-Hammer „Our fist in your face“, gibt’s alles auf die Ohren, was man sich nur vorstellen kann. Durchweg spannende Songs mit Nackenwirbelschmerzgarantie (wann kriegt man schon mal die Möglichkeit solche Wörter zu kreieren?), geile Soli und Headbanger-Spaß bis zum abwinken. Mit „Burned Out Pt.2“ hat man auch einem Song vom ersten Album eine Fortsetzung geschenkt. Wer auf Oldschool-Thrash steht sollte sich das Album von „Conspirator“ auf jeden Fall mal in die Ohren stecken. Erfahrung, Spielfreude, Können und Herzblut stecken in diesem Scheibchen und sollten auf offene Ohren treffen. Für Freunde von „Witchburner“, alten „Megadeth“, „Kreator“ oder „Exodus“ sei hier eine Empfehlung ausgesprochen. Macht man echt nichts falsch mit.

Tracklist

1. Intro to Madness ***
2. Ready to Die *****
3. Alive but dead ***
4. The blood of Brothers ****
5. Bloodline ****
6. Epidemic Death *****
7. Day of Revenge ***
8. Our fist in your face ****
9. Depravity ***
10. Return Of the Scavanger ****
11. Cut from the Wire ***
12. Burned Out Pt.2 ***
9,5/10 Punkte Daniel Label: Eigenproduktion
Anspieltipps:*****

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