Dark Assault "Trapped under Eyes"
20.6.2008Balingen im schönen Schwabenland hat neben dem bekannten BANG YOUR HEAD!! Festival in Sachen Metal noch Einiges mehr zu bieten. Eine aktive Underground-Szene, mit relativ vielen Bands im Bereich Thrash-/Death Metal, kleine Clubs, in denen öfters mal mächtig gerockt wird, und natürlich die obligatorischen Partys.
Wer sich in der Szene in und um den Großraum nur ein bisschen auskennt, hat mindestens schon einmal Dark Assault live gesehen. Alle Bandmitglieder sind einhundertprozentig im Metal verwurzelt, und das hört man zu jeder Sekunde auf dem jetzt als Gratisdownload auf der Homepage zur Verfügung gestellten neuen Album „Trapped under Eyes“.
Die Scheibe bietet sieben Oldschool Knüppel, die sich exzellent dazu eignen, mal wieder kräftig die Matte kreisen zu lassen (sofern vorhanden) und die gen Himmel zu recken (Standardausrüstung jedes Metallers).
Die Band spielt Thrash in der Linie von alten Destruction, Exumer und Konsorten, wobei die Gesangslage eher im Death Metal-Bereich anzusiedeln ist.
Auf der neuen (selbstproduzierten) Scheibe hat sich in im Vergleich zum ersten Release Insanity in Sanity einiges getan: Zum einen gab es zwischenzeitlich einen Besetzungswechsel am „Gesang“-bereits seit 2004 drückt Klaus „Obi“ Fischer dem Quintett mit seiner Stimme einen unverwechselbaren Stempel auf. Zum anderen ist die Qualität der Songs meiner Meinung nach um ein Riesenstück gestiegen, die „neuen“ Songs fräsen sich richtig ins Gehör.
An dieser Stelle muss man meiner Meinung nach insbesondere den „krönenden“ Abschluss der Silberlings, „Leave Me Be“ hervorheben.
Kurz, knackig, ein extrem eingängiges Riff, bei dem man einfach mitbangen muss. Für mich das absolute Highlight der Scheibe.
Insgesamt ein sehr gutes Thrash Album, das Lust auf mehr macht. Auch wenn man stellenweise doch irgendwie sehr bekanntes zu hören meint. Ich sag dazu nur: Eingangsriff von „Legions of Chaos“. Trotzdem für mich die Nummer 2 nach „Leave Me Be“auf der Scheibe.
Zweiter und letzter Kritikpunkt: Das Summen am Ende von „Lord of Darkness“ hätte man sich sparen können.
Wer gut gespielten Thrash der alten Schule mag und fünf richtige Underground Metaller unterstützen will, der lädt sich jetzt die Songs runter, kauft sich dazu wegen des coolen Coverartworks gleich die Scheibe für wenig Geld direkt beim Erzeuger, und besucht einen der immer starken Livegigs von Dark Assault.
Daumen hoch.
