Final Aphorism "past and future concentrate"
30.1.2008Das Bestreben der meisten Bands ist es, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Demos und dann auch irgendwann ganze Alben zu produzieren. Final Aphorism sind da offenbar anders. Schon 2001 gegründet wurde erst Ende 2006 das Debütalbum „past and future concentrate“ aufgenommen, in das die fünf Herren aus dem Wiener Umland merkbar viel Herzblut reingesteckt haben. Artwork und Musik passen hier bemerkenswert gut zusammen.
Zehn Songs sind auf der CD vorhanden, teils in Englisch, teils in Deutsch. In Song Nummer eins, „Wesenheiten“, sind sogar Kehlkopf- und Obertongesang zu finden, was ungewohnt und exotisch klingt, aber mal was anderes ist. Nach einem krassen Schnitt geht es weiter mit „Schattenkrieger“, einem Song in mittlerem Tempo mit dunklen Growls und melodischen Riffs. Bei den nächsten Songs wird auch schon das einzige Manko der CD erkennbar: sie ähneln sich alle irgendwie. Mal schneller, mal langsamer, mal harmonischer, mal weniger harmonisch, aber alle relativ gleich. „Wir zogen Einst...“ und „My Murdering Kind“ gefallen mir am besten und heben sich auch noch am stärksten von den restlichen Stücken ab. „814“ unterscheidet sich in so fern, als dass es rein akustisch mit der Westerngitarre gespielt ist. Der letzte Song, „Hosenträger“, ist für seine Länge von knapp acht Minuten überraschend abwechslungsreich, wodurch das dann auch wieder kaum auffällt.
Die Musik lässt sich nicht eindeutig einem Genre zuordnen. Für einen generellen Überblick hat die Band das aber selber treffend in ihrer (übrigens idiotensicheren und gelungenen) Presse/Band-Info gesagt: „So fügen sich mit harten Metal-Riffs und kantiger Rhythmik barocke Melodiesetzung und Elemente aus der irischen und skandinavischen Folklore ineinander.“
Fazit: „past and future concentrate“ ist eine durchaus gelungene CD von einer vielversprechenden Band, die man sich ruhig mal zu Gemüte führen sollte. Einzig die Ähnlichkeit der Songs stört etwas, aber nichts, was man in Zukunft nicht ändern könnte (Es soll auch Menschen geben, die das anders sehen als ich und die das nicht stört, munkelt man...). Macht zum Schluss gute sieben Punkte.
