Heathen Foray "Forest"
14.1.2008Dass österreichische Bands für Überraschungen sorgen können, haben wir in den letzten Jahren des Öfteren zu Gesicht bekommen. So bietet uns Heathen Foray ihr aktuellstes Werk „Forest“. Das die beiden (Ex-Plethora) Bandmitglieder Jürgen Brüder und Daniel Koinegg beschlossen ein neues Projekt aufzustellen, war eine gute Entscheidung, meiner Meinung nach, denn was auf der aktuellen Scheibe präsentiert wird, zahlt sich nur positiv aus.
Man hat musikalisch eine Mischung aus Melodic; Folk und Death Metal wohlklingend komponiert und es auf technische und anspruchsvolle Weise fabriziert. Dass die Texte nordische Mythologie, heroische Geschichten und ihre Sagen behandeln, wirkt sehr interessant und macht auf jeden Fall Lust sich mit dieser Materie zu befassen und auseinanderzusetzen.
Endlich hat man auch die passende Formation gefunden und man merkt, dass sie nur so vor Spielfreude und Ehrgreiz strotzen. Diese lassen sie voll bei Ihrer Demo aus.
Der Opus ´Dragon´s Eyes´, der durch eingängige Melodien und einem Chorus willkürlich bestückt ist, ist das Prachtstück der Platte. Die Einfachheit des Songs soll den Ohrwurm nicht verscheuchen. Auch ´Winterking´ vereint einen Mit-Sing-Chorus mit technischen Wunderwerken, die sogar neoklassische Einflüsse hörbar machen. Der Text bezieht sich zu dem ewigen Kampf der warmen Jahreszeiten. Ein Track für winterliche Tage vor dem Heizofen.
´The Wizard´s Life’ ist dann schon schwieriger verstrickt. Der Aufbau ist komplex, aber dennoch einfach gehalten, um den groovigen Touch dabei nicht auszulassen. Bei ´Fading Tree´ finden sich auch hier eingängige Melodien, die aber auf hoher Ebene gespielt werden. Robert Schroll fügt bei den Crowls einen speziellen Charakter mit ein und durch die tiefe Stimme, die er besitzt, setzt er den Hebel genau dort an, wo das maximale, wirkungsvolle bei den Liedern herauszuholen ist. Der Sound fällt auf und ist gut produziert, leider nicht perfekt.
Der Stil von Heathen Foray ist schwer zu definieren, aber es ist ein starker Viking-Metal mit Melodic-Metal Einfluss spürbar. Manchmal könnte man es zugrunde legen, dass noch Power Metal mit darin enthalten wäre. Wie man es nimmt, klar ist, dass der Stil irgendwo zwischen diesen Extremen angesiedelt ist.
Würde die Demo jedem Hörer empfehlen, auch demjenigen, der nicht von dieser Art von Musik angetan ist.
