Human Suit "Demo"
13.3.2008Ein unfassbar hübsches Brett hauen uns die Paderborner Human Suit mit Ihrer aktuellen Veröffentlichung vor die Füße. Sie legen damit den ersten Grundstein für eine Zukunft, die hoffen lässt, auf einen Platz im oberen Sektor der Metal Liga. Beeinflusst haben dürften die Mannen Bands wie In Flames, At the Gates oder die Jungspunde Lamb of God aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Die vier gebotenen Songs bieten Melodic-Death Metal der Extraklasse, auch moderne Neo-Trash Schieber und Hardcore Elementen sind heraus zuhören.
Grooviger Nackenbrecher und facettenreiche, vor allem aggressive Riffs mit außergewöhnlichen Trademarks sind auf den Stücken vorhanden, die in melodischer und qualitative Prägung Eindruck verschaffen. Die Melodieführung haben wohl die beiden Gitarristen Karsten Greifenhagen und Simon Wissen geschmiedet, die zusammen ein durchaus geräumiges Flair darbieten. Und dass Sie mehr Gefühl in Ihrem kleinen Finger haben, als andere Kollegen im ganzen Körperbau, kann man eindrucksvoll bei der Eröffnungsnummer „Chosen Destiny“ zu Gesichte führen. Die Crowls verleihen den Textzeilen abwechslungsreiche Melodien, die perfekt auf die Songstruktur abgestimmt sind und sich dabei wunderbar ergänzen. Die Stärke ist einfach die, dass man brachial und mit einer obendrein gestanzten Wucht dem Hörer die Songs schmackhaft macht, so dass Sie sich im Gehörgang festsetzen. Auch präzise und definiert genug kracken die Stücke hemmungslos aus den Boxen und versprühen (Headbang on Tour) dem Fußvolk. Mich würde es mal interessieren, wies dann erst live herüber kommt. Der Sound ist aus gutem Holz geschnitzt, druckvoll und transparent.
Human Suit, eine Band die erstmals ein Lebenszeichen von sich gibt und uns darauf hoffen lässt, dass wir noch mehr aus dem Paderborner Städtchen an fesselndem und anschaulichem Material bestückt werden. Auf den Punkt gebracht: Wer also mit dieser Genre-Art etwas anfangen kann, sollte sich diese Band dick auf seinem Einkaufszettel vermerken.
