Ivory Night "Machine"
6.9.2007Nein, was höre ich da? Song 9, „Mr. H’s BBQ“, ist rein instrumental und... nein, hat eben nicht die übliche Gitarre im Vordergrund, sondern Bass und Schlagzeug. Alleine dafür hätten Ivory Night schon die volle Punktzahl verdient.
Aber mal der Reihe nach:
Die vier Herren von Ivory Night haben mit „Machine“ ihre inzwischen zweite CD in Eigenproduktion veröffentlicht, die, eben für eine Eigenproduktion, herausragend professionell ist. Das Artwork ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber durchweg durchdacht und definitiv mal was anderes.
Elf Songs befinden sich auf dem Silberling, zwei davon instrumental, eine Ballade.
Los geht es mit „Capping Day“, mal schneller, mal langsamer, mal härter, mal weicher. Gefällt mir schon mal sehr gut. Es folgt „The Shelf“ mit einem ruhigen Anfang, nach dem aber Gas gegeben wird. In „Machine“, dem Titelsong, wird mit den Vocals gespielt und der Chorus prägt sich schnell ein. „Fallen Father“ erklingt anschließend aus den Boxen. Ich weiß nicht genau wieso, aber ich kann mich erst nach mehrmaligem Hören für den Song begeistern. Aber dafür dann auch richtig. Mit „Oblivia“ an fünfter Stelle kommt das erste intrumentale Stück, in dem Tilmann Ruby an der akustischen Gitarre seinen Auftritt hat. „Keeping The Lie“, einen, im Vergleich zu den anderen Songs, schnelleren und härteren Song, gibt es im Anschluss, gefolgt von „Charon Of Styx“, für den ähnliches gilt wie „Fallen Father“. Danach kommt „Breath Of The Innocent“, die bereits angekündigte Ballade. Gefühlvoll, aber zeitweise verdammt nah am Schmalz. Endlich kommt „Mr. H’s BBQ“, in dem der Bass von Carsten Kettering im Vordergrund steht und von Volker Schick an den Drums unterstützt wird. Die letzten beiden Songs, „Emperor“ und „The End“ können mit ihrer extrem kraftvollen Art noch mal besonders überzeugen.
Die ganze Zeit über fallen die Vocals von Patrick Fuchs, die ab und an von Carsten Ketterings Grunts unterstützt werden, positiv auf, auch wenn ich mich die ersten zwei Songs erstmal dran gewöhnen musste.
Ivory Night haben wunderbaren Heavy Metal mit diversen anderen Einflüssen produziert und sind dabei erfrischend abwechslungsreich. Auch nach mehrmaligem Hören wird „Machine“ nicht langweilig und landet bei mir bestimmt noch das ein oder andere Mal im Player.
Also: Kaufen!
