Demo Review

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Kaos Krew "Devour"

Kaos Krew - Devour - CD-Cover 13.12.2006
Kaos Krew” stammen aus Finnland, bestehen aus Ulf Skog, Göran Fellman und Tomas Öst und spielen Industrial mit ner ordentlichen Portion Hard Rock. Gegründet 2004 von Mitgliedern mehr oder minder erfolgreicher Hard Rock Bands nahm man das Demo „Under Destruction“ auf, welches die erste Aufmerksamkeit auf die Band zog. Top Records nahmen die Jungs unter Vertrag und 2005 begann man mit den Aufnahmen zum Debut-Album „Devour“, welches am 18 September 06 auf die Menschheit losgelassen wurde.

Und ungewöhnlich klingt das schon, was da so durch meine heimischen Räumlichkeiten tönt. Traditioneller Hard Rock, mit frickeligen Soli und allem drum und dran vermengt mit stampfenden, tanzbaren Beats weitläufigen Keyboardteppichen und mal verzerrt mal clean gesungenen Vocals sowie allerlei Samples. Fast die Hälfte der Songs kommt ohne Vocals daher und man setzt auf rein Instrumentale Songwelten, in denen Lead- Gitarrist Göran die Skalen rauf und runter jagen kann. Durch die Mixtur aus Elektronik und Rock mutet die Musik so ein bisschen an wie die die man aus Autorennspielen kennt. Nur nicht so belanglos. Man merkt, dass die Herren schon seit den 90ern in verschiedenen Hard Rock Gruppen aktiv sind und ihr Handwerk verstehen. Zwar wird das ein oder andere Thema dann doch zu penetrant wiederholt, (Electrified) oder sind manche Soli zu viel des Guten (Fat Chance, Belly Dancer), doch alles in allem hinterlässt die Sache nen ordentlichen Eindruck. „Trust Me“ prescht energetisch durch die Botanik, der Titelsong strotzt vor Rock-Flair, „A Visit at Belmonte“ steuert epische Strukturen zum Gesamtbild bei und „Pain“ marschiert auf Rammstein-Pfaden. Es passiert also einiges. Für Puristen ist hier zwar keine Kaufempfehlung auszusprechen, wohl aber für tolerante Rockfans und Elektroheimer für die es auch mal ein gut gespieltes Gitarrensolo sein darf.

Ich persönlich werde nicht so recht warm mit der ganzen Sache. Für meinereiner sollte es dann schon eher in Richtung Pain, Oomph oder eben Rammstein gehen wenn Rock, bzw. Metal auf diverse Elektonika treffen. Wer sich aber schon mit dem Solo-Instrumental-Album von Ex-Manson Klampfer John 5 anfreunden konnte, der darf hier auch mal ein Ohr riskieren. In anbetracht der spielerischen Klasse sowie dem nötigen Mut für ein solches Album und dem guten Gesamteindruck trotz ein oder zwei deutlichen Schwachstellen bleiben unterm Strich...

Tracklist

1. Trust Me ***
2. Inflamed ***
3. Devour ***
4. Coffin Nails **
5. Fat Chance *
6. Belly Dancer **
7. Greed ***
8. Electrified *
9. Pain ***
10. A Visit at Belmonte ****
11. Nuttertools **
7/10 Punkte Daniel /V.U. Top Records
Anspieltipps: *****

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