Demo Review

V.U.-Site durchsuchen

Last Grain In The Hourglass "Following The River, Finding The Sea"

Last Grain In The Hourglass - Following The River, Finding The Sea - CD-Cover 5.2.2008
Diese Band hat eine Vorliebe für lange Namen: nicht nur, dass Last Grain In The Hourglass ein relativ langer Bandname ist, auch die Debüt-EP der vier Herren aus Freising bei München trägt den nicht ganz kurzen Titel “Following The River, Finding The Sea“. Gibt es dafür eine sinnvolle Abkürzung? LGITH? FTRFTS? Gut, aber darum geht es hier jetzt auch eigentlich nicht.
Die erst im Frühjahr 2006 gegründete Band hat bereits im letzten Jahr eine Demo-CD veröffentlicht und schiebt jetzt ihre Debüt-EP hinterher. Die Aufmachung der EP ist professionell und komplett in grau/blau und weiß gehalten. Finde ich persönlich nicht so ansprechend, ist aber sicherlich durchdacht.
So ganz will sich die Musik nicht einordnen lassen., zur besseren Orientierung übernehme ich aber einfach mal die auf der Bandinfo genannten Genres: Pogressive und Post Rock, Post Hardcore und Noiserock.
Jetzt aber endlich zum Wesentlichen:
Stefan Chmielewski, Max Fischer, Florian Schneider und Christoph Ziegltrum haben vier Songs auf „Following The River, Finding The Sea“ gepackt und die können sich durchaus sehen bzw. hören lassen.
Den Anfang macht „Fork In The Glasseye“, ein relativ schnörkelloser Song, in dem besonders die abwechslungsreichen Vocals auffallen: mal geschrieen, mal gesprochen, mal geflüstert, mal fast schon gesungen... . Gekonnt wird in dem Song eine gewisse Spannung aufgebaut, allerdings warte ich vergeblich auf den „Knall“. Bei Nummer zwei, „Metropolis“, habe ich das gleiche Problem: die Spannung wird nicht abgebaut. Die Vocals sind zwischendurch wieder fast gesprochen. „The Derelict Yellow House“ wird nach einem relativ ruhigen Anfang doch recht bald energischer. Last, but not least noch „1500 Miles North“. Die bekannte Spannung wird aufgebaut und entlädt sich dann auch endlich.
Für so eine junge Band sind die Songs eine wirklich tolle Leistung und merklich durchdacht und professionell. Da kann ich bezüglich der Spannung noch so sehr meckern, auch das ist gut und wohl Absicht.
Ich würde empfehlen, zumindest einmal reinzuhören.

Tracklist

1. Fork In The Glasseye ***
2. Metropolis
3. The Derelict Yellow House
4. 1500 Miles North ***



7,5/10 Punkte Kerstin /V.U. Label: Eigenproduktion
Anspieltipps: ****

zur Demo-Corner »»
© Visions Underground Heavy Metal Magazin, webdesign by Grit Laskowski