Moerta "Below the Stones of Healing"
23.1.2007Laut Bandinfo sind hier vier Musiker am Werk, die bereits seit 4 Jahren in dieser Besetzung zusammenspielen. Mit vorliegendem Album haben sie ihre Debütscheibe im Eigenvertrieb auf die Welt losgelassen.
Auf dieser Scheibe sind insgesamt 6 Stücke enthalten; wobei das erste, Salida del Sol, ein Intro ist. Aha, epische und lange Stücke, fein. Oha, experimenteller Sound soll das sein. In der Ader von tool, Pink Floyd, Isis oder auch Led Zeppelin. Na da bin ich ja mal gespannt. Scheibe also ins Autoradio, und... tja, also das ist experimenteller Sound. Das Intro hab ich ja noch ohne größere Schäden überstanden, schließlich hat ein Intro ja nur die Aufgabe, auf die folgenden Songs einzustimmen. Dann der erste richtige Track, Below the Stones of Healing. Au Mann. Ist ja ganz schön einfach gestrickt am Anfang. Der Gesang ist okay. Ist wohl Absicht, das das Ganze so dissonant nebeinander herpfeift. Gut, doomig isses ziemlich. Getragen. Nicht ganz schlecht. Das war mein erster Eindruck. Als aber nach fast 10 Minuten immer noch genauso stumpf und mittlerweile absolut langweilig agiert wird, (die Gitarrenparts könnte ich meiner Katze in 4 Stunden beibringen), macht sich langsam Ärger bei mir breit. Das kann doch nicht ihr Ernst sein. Aber nein, ich werde auch vom nächsten Stück nicht angenehm überrascht, und die langgezogenen, gähnend langweiligen und dazu noch ziemlich schlecht gespielten Stücke setzen sich fort. Die Songs sind einfach nur sch...lecht. Hätte man ein Demo mit 15 Minuten Spielzeit veranschlagt, hätte sich die Zeit mit ein paar mittelmäßigen, nicht weltbewegenden Stücken noch halbwegs ertragen lassen. Aber diese Stücke auf teilweise über 10 Minuten auszudehnen ist echt ein starkes Stück.
Vielleicht erschliesst sich die Genialität der Stücke erst nach dem zehnten Hördurchlauf (ich bezweifle es). Aber wenn ich mich schon so quälen musste, das Ganze Ding am Stück einmal anzuhören, wird ich den Teufel tun und mich weiter dieser Ohrenmarter auszusetzen. Dann lieber 2 Stunden Musikantenstadl, gefolgt von Peter Maffay.
Nichts für ungut, aber diese CD braucht niemand, und die Band täte gut daran, sich erst nochmal etwas im Proberaum einzuschließen und zu üben, bevor sie sowas veröffentlicht. Tut mir leid, aber das geht nun mal gar nicht! Selbst wenn man berücksichtigt, dass es das Erstlingswerk ist! Ich kann kaum glauben, dass die Band wirklich schon 4 Jahre zusammenspielen soll. Jedenfalls ist „nix Gscheids“ dabei rausgekommen!
Ich vergebe einen Punkt für den passablen Gesang, und einen für die schöne Aufmachung der CD. Wegen Ohrmuschelvergewaltigung und Trommelfellverletzung ziehe ich aber auch sofort wieder einen ab!
Nee, nee und nochmals nee!
