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Project-Brain-Storm "Pain"

Project-Brain-Storm - Pain - CD-Cover 27.11.2007
Project-Brain-Storm sind eine Band mit Geschichte. Angefangen hat alles 1999 als Ein-Mann-Projekt von Andreas Görgen, woraufhin auch das erste Album "Truth lies in the Eye of the Beholder" erschien. Erst ein Jahr später kam es dann zu einer Bandformation im weiteren Sinne. Die stand aber leider unter keinem guten Stern, denn Drummer Christian Hermann verunglückte 2001 tödlich. Die Ersatzsuche gestaltete sich schwierig, und auch als die Bandformation nach einem Jahr wieder komplett war, hörten die Line-Up Probleme nicht auf und im Jahr 2003 verliessen gleich zwei Mitstreiter die Band aus persönlichen bzw. beruflichen Gründen. 2004 wurde dann das neue Album "Pain" nahezu komplett eingespielt, wo Bassist Mirko Dahm auch Back - und teilweise Leadvocals beisteuerte, 2006 dann aber aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls aus der Band ausstieg. Allen Problemen zum Trotz wurden vor allem seit 2005 mehrere kleinere und größere Live-Auftritte absolviert, darunter auch ein erstes Open Air im Jahre 2006, und mit neuem Gitarristen an Board wurden dann auch die Arbeiten zum Album fortgesetzt. Das aktuelle Line-Up besteht nun aus Andreas Görgen, Ilja Prinz, Steve Krüger und Andreas Hellwich.
Project-Brain-Storm spielen Heavy Metal/ Speed-Melodic Metal/ Power- Metal im Stil der späten 80er/ Anfang 90er Jahre und legen großen Wert auf Originalität und Virtuosität, wobei Mastermind Andreas Görgen alle Songs schreibt. Die Musikrichtung schwankt zwischen (alter) Metallica, Megadeth und Annihilator, an denen man sich tatsächlich desöfteren merklich anlehnt. Eigentlich gar nicht mal so dumm, wenn man sich stark an dem orientiert, was sich bewährt hat. Die Jungs haben musikalisch was drauf; und auch textlich bewegt man sich auf einem nicht allzu hohlen Level. Doch irgendwie ist das, was man da zu hören kriegt, zwar ganz nett, aber nichts neues, da ein gewisses Maß an Eigenständigkeit fehlt...Ich frag mich, wo die Originalität, die hier oberstes Gebot sein soll, denn auf diesem Album stecken soll. Ein ganz fetter Minuspunkt ist der Gesang, der in meinen Ohren grauenvoll nervig ist, und ohne den die Musik doch weitaus besser anzuhören wäre. Ein Wechsel am Mikro würde diese Band meiner Meinung nach (im Optimalfall) nur besser machen. Nichtsdestotrotz präsentieren uns die Jungs schöne Gitarrenmelodien und coole, treibende Rhythmen. Das Intro ist etwas langwierig und hätte ruhig halb so lang sein können, und insgesamt plätschert das Album so dahin, ohne mich wirklich mitzureissen. Die Songs krachen zwar thrashig daher, sind teilweise flexibel gestaltet, schaffen es aber nicht mich zu fesseln. "Blinder" ist ein nettes Instrumental, danach geht´s dann aber wie gewohnt weiter. Doch halt! Bei "Buried forever" werde ich dann langsam aufmerksamer, da dieser Song etwas aus dem bisherigen Rahmen fällt. Beim folgenden "Free again" erweitern sich ebenfalls die bisherigen Strukturen, und "Dream of a dream" ist wohl der eigenständigste Song des Albums-langsamer, aber packend. Es geht also doch!
Die letzten 3 Songs retten definitiv diese Platte, denn sie brechen aus dem festgefahrenen Schema aus und zeugen von einer größeren Intensivität. Es scheint mir, als lägen ruhigere Passagen oder Songs den Jungs besser als heavy playing. Vielleicht sollte man sich mehr darauf konzentrieren, denn die ruhigeren Parts sind definitiv überzeugender als die ersten zwei Drittel der Scheibe. Die Produktion ist natürlich stark verbesserungsbedürftig, das Songwriting zwar nicht hochkomplex, aber solide. Die Musiker wissen was sie tun, die Riffs und Soli sind ansprechend, die Platte insgesamt aber etwas langatmig, da sich zuviel wiederholt. Ich denke, z.B. ein variabler Gesang könnte hier einiges ausmerzen. Insgesamt aber eine solide Scheibe, die Fans der oben genannten Bands gefallen könnte.

Tracklist

1. Sleep Welll
2. Nightmare
3. Pain*
4. Media Terror
5. Format C:
6. Where´s the Fear
7. Master of my Pain**
8. Blinder
9. Invisible Bullet*
10. Ulterior Fear Evoker
11. Buried Forever***
12. Free Again***
13. Dream of a Dream****
6/10 Punkte Daniela S./V.U. Anspieltipps: ******
Label: Eigenproduktion

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