Interview

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Burden Of Grief - Interview

Die Nordhessischen Deather von Burden Of Grief haben vor kurzem den Markt um eine sehr wertvolle Perle namens „Death End Road“ bereichert und dürften mit dem neuen Release einige Fans mehr auf ihre Seite ziehen.....
Die Hintergründe zu dem neuen Album und was sich sonst noch im Lager von Burden Of Grief getan hat, hat uns Mastermind Pillipp ausführlich erläutert.....

Burden Of Grief Interview: Band
haben einen neuen Kracher am Start: Burden Of Grief

Glückwunsch zu euerem neuen Album "Death End Road"! Es war relativ ruhig um Burden Of Grief und nun steht Ihr mit diesem Hammer – Album in den Startlöchern ...Wie verliefen die Aufnahmen für euch und wie zufrieden seid Ihr mit dem letztendlichen Ergebnis der Scheibe?

„Ruhig“ war es wahrscheinlich eher für Außenstehende, da wir uns im letzten Jahr an der Livefront ziemlich rar gemacht haben. Innerhalb der Band war es aber alles andere als ruhig. Wir mussten uns nach vielen Jahren von 2 Leuten aus der Band leider im Streit trennen. Für uns war diese Trennung aber die absolut richtige Entscheidung und ein wichtiger Befreiungsschlag. Wir haben relativ schnell neue Leute gefunden, die frischen Spirit in die Band gebracht haben. Und somit haben wir letztes Jahr nur damit verbracht, das neue Album zu schreiben und aufzunehmen. Die Aufnahmen klappten auch bis auf einige technische Problemchen, die man aber immer hat, sehr reibungslos, was in der Vergangenheit selten der Fall war. Für den Mix sind wir wieder nach Dänemark zu Tommy Hansen ins Jailhouse Studio gefahren. Im Großen und Ganzen sind wir auch heute, über ein halbes Jahr später, noch sehr zufrieden mit dem Album. Natürlich sind uns schon einige Dinge aufgefallen, die wir nächstes Mal wieder anders machen werden. Aber das ist auch ganz natürlich.

Burden Of Grief machten ihre ersten größeren Schritte vor einigen Jahren, vorher wart Ihr relativ unbekannt.... Woran lag es, dass ihr so lange unentdeckt geblieben seid bei dem doch sehr großen musikalischen Potential der Band?

Wir haben die Band zwar schon 1994 ins Leben gerufen, du darfst aber nicht vergessen, dass wir alle blutige Anfänger waren. Alle Erfahrungen, die man als angehender Musiker machen muss, haben wir mit dieser Band gemacht. Demnach waren die ersten Jahre halt typische Anfänger-Jahre. Nach unseren 2 Demo-CDs haben wir dann aber ziemlich schnell unseren ersten Plattenvertrag erhalten, aus dem als erstes Album eine Wiederveröffentlichung dieser beiden Demo-CDs hervorging. Das war im Jahre 2000, und von da an ging es dann eigentlich auch professioneller los. Wir spielten die ersten großen Festivals und haufenweise Clubshows innerhalb Deutschlands. Sicherlich gibt es Bands, die deutlich schneller größer wurden, aber das ist nun mal nicht zu ändern. Auf der einen Seite brauchen wir immer ziemlich lange, um neue Songs zu schreiben, und auf der anderen Seite haben wir vor jedem neuen Album bisher immer einige neue Leute in der Band gehabt. Daher dauerte es auch immer 2-3 Jahre, bis wir mit einem neuen Album am Start waren. Aber diesmal glaube ich fest daran, dass wir im kommenden Jahr schon wieder ins Studio gehen werden, und die Fans nicht mehr solange auf ein neues BOG-Album warten müssen.

Auf „Death End Road“ ist eine konsequente Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgänger – Album zu erkennen. Wie sehr ist euch das bewusst ? Vor allem während des Songwritings und was habt ihr produktionstechnisch verändert?

Also, was wir definitiv nicht machen vor einem neuen Album, ist es zu planen, in welche Richtung das Album gehen soll. Neue Songs klingen halt immer danach, worauf wir in dem Moment Bock haben. Es gibt natürlich immer einige Dinge, die wir im Nachhinein an unseren alten Alben nicht mehr so mögen, und diese Dinge versuchen wir beim jeweils neuen Album zu ändern. Unserer Meinung nach fehlte es den meisten unserer alten Songs einfach an „Groove“. Viele Sachen haben wir einfach leblos runtergeknüppelt und das war’s. Mit Robb kam dann ein neuer Drummer in die Band, der genau dieses Manko auch erkannt hat, und schon einige der alten Songs etwas aufgemöbelt hat. Aber bei den neuen Songs konnte er sich dann richtig ausleben und Dank ihm groovt das neue Material an allen Ecken und Enden. Außerdem haben wir bewusst viele Songs straffer gehalten und nach klassischeren Strukturen aufgebaut. Das stößt zwar einigen Leuten sauer auf, die meinen, dass so etwas nicht zum Death Metal gehört. Aber auf solche Meinungen geben wir einen Scheißdreck. Wenn ich Songs komponiere, dann orientiere ich mich eher an Bands, die wirkliche Klassiker geschrieben haben, wie halt Metallica und Iron Maiden, und nicht an Frickel-Deather, die meinen, neue Tonlagen und Takte erfinden zu müssen.

Meiner Meinung nach seid ihr noch etwas aggressiver geworden, was sich vor allem in der Gitarrenarbeit sowie den Vocals ausdrückt. Der Song „Killer In Me“ verkörpert ein enormes Maß an Ausdrucksstärke und legt die Messlatte für andere Bands und auch für euch selbst ziemlich hoch. Außerdem enthält euer Stil skandinavische Einflüsse, wie ich finde...... Wie siehst du das?

Viele Leute werfen uns genau das Gegenteil vor, nämlich dass wir langsamer und poppiger geworden sind, ha, ha,... aber wie gesagt, auf so etwas höre ich einfach nicht. Meiner Meinung nach haben die neuen Songs viel mehr Power und Drive als viele ältere Sachen, was aber, wie ich finde, gerade daran liegt, dass wir die Songs straighter und grooviger gehalten haben. Was den Gesang angeht, da gebe ich Dir auch Recht. Ich denke, Mike hat auf dem Album seine beste Leistung überhaupt abgeliefert. Wir haben aber auch noch nie so lange Zeit gehabt im Studio, um an seinem Gesang zu feilen. Was die Nähe zu schwedischen Bands angeht, glaube ich, dass diese Ähnlichkeiten in erster Linie im Gesang und im Sound anzusiedeln sind. Als wir die Songs geschrieben haben, hatten sie für mich ein deutlich anderes Feeling, als sie im Endeffekt auf dem Album haben. Wir haben auch leider nicht ganz den Sound bekommen, der uns vorschwebte. Ich denke, mit trockeneren und fetteren Gitarren würden die neuen Songs noch mehr knallen. Der Einfluss schwedischer Bands hält sich auf jeden Fall bei uns in Grenzen. Jeder von uns hat halt seinen persönlichen Geschmack, dessen Kombination irgendwie unseren Stil ergibt. Und neue Leute bringen natürlich auch neue Einflüsse mit in die Band.

Burden Of Grief: LogoWas sind deine 10 favorisierten Metal - Alben?

Ui, das ist immer schwer. Ich kann dir eher meine 10 Lieblingsbands nennen, und von denen kannst du dir dann jeweils 3-5 Platten aussuchen: Metallica, Iron Maiden, Black Sabbath, Slayer, Spiritual Beggars, Exhorder, Rainbow, Arch Enemy, Black Label Society, Soilwork

Um nochmals auf Euren Sound zu sprechen zu kommen....von welchen Bands werdet ihr eigentlich beeinflusst? Dark Tranquility dürften einer eurer Haupt- Einflüsse sein denn der Sound von „Death End Road“ ist doch ziemlich an den der skandinavischen Band angelehnt....

Naja, wie ich schon sagte. Ich selber bin gar nicht so sehr der Meinung. Vieles macht halt der Gesang und die Produktion, die aber wie gesagt, ein klein wenig anders geplant war. Ich denke, es ist auch nicht das schlechteste, mit Dark Tranquillity verglichen zu werden. Aber der größte Teil der neuen Songs stammt ja von mir, und ich glaube, meine beiden meistgehörten Alben während der Songwriting-Phase waren Judas Priest „Point Of Entry“ und Stone Sour „Whatever May Come“. Daran kannst du vielleicht sehen, wie stark wir von anderen Bands beeinflusst werden. Im Grunde geht es mir aber gar nicht darum, „neue“ Musik zu kreieren, sondern vielmehr Musik, die uns Spaß macht.

Welches Studio habt ihr diesmal für die Aufnahmen gewählt und wie sind diese verlaufen?

Wir haben die Aufnahmen zum ersten Mal in unserer Heimatstadt Kassel gemacht, zusammen mit Rocker von Mortal Terror und Simon von Gutlock. Dadurch hatten wir den Vorteil, eine Menge Geld sparen zu können und sehr viel mehr Zeit zu haben, als das in der Vergangenheit der Fall war. Ich würde es beim nächsten Mal auch wieder so machen. Leider gibt es aber das Studio nicht mehr, daher müssen wir mal schauen, wie wir das handhaben werden. Für den Mix haben wir das dänische Jailhouse Studio gewählt, wo wir auch schon unser letztes Album „Fields Of Salvation“ gemixt haben. Damals waren wir sehr begeistert von dem Vorher-Nachher-Ergebnis. Dieses Mal hat Tommy Hansen auch wieder einen guten Job abgeliefert, aber wir hatten leider etwas das Gefühl, dass er nicht unsere Vorstellungen umsetzen wollte, sondern eher seine Vorstellungen. Beim letzten Album hatten wir ihm auch mehr oder weniger freie Hand gelassen. Doch dieses Mal hatten wir sehr genaue Vorstellungen. Das ist auch der Grund, warum wir das nächste Album woanders abmischen werden. Am liebsten wären mir ja Andy Sneap oder Colin Richardson, aber solche Leute muss man erstmal bezahlen können...

Wie sieht die Zukunft von Burden Of Grief aus und was erwartet ihr von „Death End Road“?

Wir versuchen natürlich wieder so viel es geht live zu spielen. Wir hatten zwar auch wieder 2 sehr interessante Tour-Angebote, aber es war uns leider wieder mal nicht möglich, diese zeitlich zu realisieren. Im Grunde wäre eine ausgedehnte Tour im Vorprogramm von größeren Bands schon sehr wichtig, um unseren Bekanntheitsgrad noch mehr zu erhöhen. Aber wie gesagt, meistens schaffen wir das zeitlich nicht. Dennoch werden es auch durch Einzelgigs ca. 20-30 Shows dieses Jahr, und das europaweit. Natürlich hoffe ich auch mit dem Album ein paar Schritte voran machen zu können. Aber der Markt wird natürlich immer schwieriger. Wenn man sich die „großen“ Bands anschaut, die in den letzten Wochen mit ihren neuen Alben am Start waren, so wird es echt schwer für uns, uns dagegen zu behaupten... Aber mal abwarten.

Zum Abschluss von einige Worte an unsere V.U. Leser.....

Ich hoffe, Eure Leser riskieren mal ein Ohr für unsere neue Platte und ich garantiere Ihnen, sie werden nicht enttäuscht werden!

Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen und die besten Wünsche für Burden Of Grief, ROCK ON !!

Hanzi/V.U.

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