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Bolt Thrower, Malevolent Creation, Nightrage, Necrophagist - 02.02.06 Die Röhre / Stuttgart

Am Donnerstag Abend machten sich einige Die-Hard Fans auf den Weg nach Stuttgart, um den Death – Metal Göttern von Bolt Thrower zu huldigen.
Darunter auch euer Ruupü, seines Zeichens Visions- Underground Redakteur.
Um 20.30 Uhr sollte es mit Necrophagis losgehen.
Als wir nach kurzer Parkplatzsuche um knapp 20.15 bei der Röhre ankamen, hatten Necrophagist bereits losgelegt.
Die Röhre war komplett ausverkauft und dementsprechend motiviert waren auch Necrophagist, die live nichts anbrennen liessen. Das Publikum schenkte der Band allerdings nicht die volle Aufmerksamkeit, was aber angesichts eines solchen Headliners nicht verwundert.
Nach einer Dreiviertelstunde war dann auch Schluss, und Nightrage enterten die Bühne. Mit ihrem skandinavisch angehauchten, melodischen Death Metal versuchten Nightrage, die Massen endlich etwas in Bewegung zu versetzen. Schreihals Jimmie Strimell forderte zum Moshpitbilden auf, die Gitarristen Marios Iliopoulos glänzten mit klasse Soli und erstmals am Abend gab so etwas wie Stageacting zu sehen.



Live Bolt Thrower, Malevolent Creation, Nightrage, Necrophagist
erste gute Performance des Abends: Nightrage



Besonders hervorzuheben ist das souveräne Spiel von (Ex-)Necrophagist – Gitarrist Christian Münzner, der nur kurzfristig als Ersatz für Nightrage- Klampfer Gus G. eingesprungen war und sich innerhalb weniger Tage das gesamte Nightrage – Set draufschaufelte. Respekt! Am Ende des Sets war das Publikum aufgetaut, und harrte der Dinge die da kommen sollten, namentlich Malevolent Creation.
Gewohnt brachial ballerte uns auch nach nur wenigen Minuten feinster Ami – Death um die Ohren. Malevolent Creation gaben Gas und hielten sich nicht lange mit Ansagen und ähnlichem Kram auf. Nach einem heiseren „We are Malevolent fucking Creation“ gings auch gleich los, und in den ersten Reihen wurde es doch deutlich voller.



Live Bolt Thrower, Malevolent Creation, Nightrage, Necrophagist
zogen den Set perfekt durch: Malevolent Creation



Die Amis spielten zwar routiniert, wirkten aber doch etwas müde: Der Funke sprang nicht so richtig über. Vorne wurde zwar mitgebangt, aber bereits in der vierten oder fünften Reihe war eher Mitnicken angesagt. Nach etwa einer Stunde war dann Schluss, und so langsam wurde es richtig eng im vorderen Drittel der Röhre.
In der Röhre gibt es keine Abgrenzung an der Bühne, die außerdem nur etwa einen Meter hoch ist. Vollkontakt mit den Bands ist hier möglich und auch erwünscht.
Dann wurde es dunkel, und so ziemlich die gesamte Röhre wurde eingenebelt.
Bolt Thrower machten keine Gefangenen, und legten ohne Umschweife los. Bereits nach wenigen Sekunden verwandelte sich die Röhre in einen Hexenkessel. Die Fotos sprechen für sich, es war fast unmöglich, wackelfreie Bilder zu machen. Stagediver regneten im 10 – Sekunden Takt auf die Fans nieder. Die Stimmung war über das ganze Konzert auf dem absoluten Siedepunkt, egal ob bei Klassikern wie „Cenotaph“ oder etwas neueren, wie „No guts, no glory“ oder dem aktuellen CD- Titeltrack „Those once loyal“(siehe VU Review – Sektion). Es war unglaublich wie die Fans Bolt Thrower feierten.



Live Bolt Thrower, Malevolent Creation, Nightrage, Necrophagist
die englischen Death Metal Götter dominierten den Abend: Bolt Thrower



Mittendrin statt nur dabei, das war hier deutlich zu spüren, innerhalb weniger Sekunden ging es von der zweiten Reihe durch den Moshpit zurück in die zehnte, dreizehnte Reihe, und danach gleich wieder vor an den Bühnenrand. Wahnsinn!
Eine unglaubliche Hitze, der brachiale Sound von Bolt Thrower und eine ganze Halle Maniacs machten diesen Abend zur ultimativen Death – Metal – Experience. Nach vier Zugaben und , ich schätze etwa 1, 5 Stunden Spieldauer, gingen Bolt Thrower von der Bühne. Anzumerken ist auch der fanfreundliche Preis von 14.- € im Vorverkauf. That´s value for money!
Vollkommen durchgeschwitzt machten wir uns dann wieder auf den Heimweg. Nach dieser Performance freue ich mich um so mehr, dass ich Bolt Thrower definitiv auf dem Rock Hard Festival wiedersehen werde. Beide Daumen hoch!

Ruupü/V.U.

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