Children of Bodom, Ektomorf, One man army - 01.02.2006 Bochum / Zeche
Es sollte ein großer Abend werden., denn wie man im Vorfeld z.B. auf der C.O.B.-Homepage lesen konnte, konnte die Tour bis dato schon als ein ziemlicher Erfolg verbucht werden. So rutschten wir dann mit unserem Fotopaß und dem Interview-Termin vom eisigen Parkplatz Richtung Eingang der Bochumer Zeche, vor der schon etliche Leutchen auf den Einlaß warteten.
Die Opener One man army kamen ziemlich sympathisch rüber. Leider stand das Drumkit an der rechten Bühnenseite. Das Bewegungsspektrum der Band wurde leider sehr stark eingeschränkt, weil das Drumkit der Bodom-Kinder schon am richtigen Platz stand und nicht benutzt werden durfte. Deshalb stand Marek´s Drumkit am rechten Bühnenrand ziemlich deplatziert ... Außerdem war der Sound leider etwas breiig. Die Band legte sich mächtig ins Zeug und die Hütte ... ich meine natürlich die Zeche begann schon, Feuer zu fangen. Bis auf die Ränge am hinteren Hallenende reckten sich schon die Arme in die Luft.
Die Jungs spielten Songs von ihrem Killerdebüt, wie z.B. „Devil On The Red Carpet“, „No Apparent Movie“. Nach dem 4. Song „Branded By Iron“ unterbrachen sie kurz, um den ersten Reihen aufgrund der schon beachtlichen Hitze eine Bierspende zukommen zu lassen.
So folgten dann noch das von der Meute geforderte „So Grim So True So Real“ und auch das unglaublich energievolle „Bulldozer Frenzy“ als letztes Highlight des Sets.
Aufgrund der Openerfunktion spielten One man army nur ca. ´ne halbe Stunde ... schade, hätten wir gern noch länger genossen...
Als zweite Band des Abends spielten dann Ektomorf. Die Ungarn konnten den Begeisterungslevel nicht ganz halten, denn während des Gigs der Ungarn gingen die Zuschauer auf den Rängen nur noch vereinzelt mit, trotzdem war das Publikum lauter. Wahrscheinlich deshalb, weil die Songs dieser Band doch schon ein paar mehr Leuten bekannt sind.
Da wir grad von Songs sprechen, sie spielten also z.B. „Fuck You All, „You Get What You Give“, „Gypsy“, „I Know Them“, was man sich außerdem auch bei myspace.com anhören kann, und auch noch „The Holy Noise“ und auch „From My Heart“.
Auch diese Band hatte mit dem zu kleinen Platz auf der Bühne zu kämpfen. Außerdem hatte Csaba mit seinem Gipsbein zu kämpfen, welches ihn an seinen Hocker fesselte. Allerdings hinderte es ihn nicht daran, auch sitzenderweise gehörig zu bangen, wenn er schon nicht über die Bühne flitzen konnte. Respekt!
Nachdem nun also diese 2 Bands den Anwesenden schon gehörig eingeheizt hatten ( man merkte es auch an den stetig steigenden Temperaturen in der Zeche ), fieberten in der Umbaupause alle den 5 Finnen entgegen. Von der Security wurde Wasser gereicht, das dankbar von den vorderen Reihen angenommen wurde.
Die Pause nahm schon einige Zeit in Anspruch, denn die Frontboxen wurden für C.O.B. ausgewechselt.
Man konnte schon in diesem Break immer wieder „Children ... Children ... „ –Sprechchöre hören ... die Spannung stieg ...
Gleich zu Beginn des Intros „Twist & Shout“ setzte eine Massenbewegung Richtung Bühne ein.
Und dann ging´s los: Die Kinder vom Bodom-See enterten mit „Living Dead Beat“ die Bretter und machten schon von der ersten Minute an keine Gefangenen.
Es folgte ein Reigen vollgespickt mit C.O.B. - Granaten, wie z.B. „Sixpounder“, „Silent Night, Bodom Night“ und „Hate Me!“, bei dem das Publikum kaum noch zu bremsen war.
Es wurde immer heißer in der Zeche. Die Security hatte Mengen von Crowdsurfern Richtung Fotograben zu ziehen und auch Wasser wurde noch mal gereicht. Die Stimmung erreichte ungeahnte Ausmaße. Nach „We´re Not Gonna Fall“ und „Angels Don´t Kill“ folgte ein Drumsolo, worauf man meiner Meinung nach auch hätte verzichten können, denn es nahm dem Ganzen den Drive.
Aber mit „Bodom After Midnight/Bodom Beach“ war die Stimmung wieder hergestellt und schon bei Alexi´s Ansage zu „Follow The Reaper“ brannte die Hütte vollends.
Dem Reaper folgten Alexi und Janne mit einem Kombi-Solo, welches eigentlich in Länge und Qualität überflüssig war. Aber für das Publikum war dies eine Möglichkeit, noch mal durchzuatmen bei den sich nach oben bewegenden Temperaturen.
Im letzten Drittel des Gigs begeisterten C.O.B. mit Krachern wie „In Your Face“ ( das live um Längen besser rüberkommt als auf CD, sprich einfach GEIL!!! – Anm. Dani), „Are You Dead Yet?”.
Danach kam dann auch Roope zu Wort, d.h. er war an der Reihe mit seinem Solo.
Nach ein paar weiteren Songs verließ die Band zum ersten Mal die Bühne. Selbstverständlich konnte sich das Publikum dies so nicht gefallen lassen und schrie die Band wieder auf die Bühne.
Sie kamen, feuerten uns ihren letzten Song um die Ohren und ließen Ihr Outro von den Beastie Boys „Fight For Your Right To Party“ in voller Lautstärke abspielen.
Schönerweise blieb die Band beim Outro auf der Bühne und bedankte sich bei den Fans per handshake. Ein wahrer Headliner, der die Fans von der ersten bis zur letzten Sekunde im Griff hatte.
FAZIT: Ein super Gig, denn C.O.B. sind eine super Liveband, die zu überzeugen weiß und auch die Opener One Man Army haben uns sehr gut gefallen.
(Der verabredete Interviewtermin wurde von der Band leider nicht eingehalten, da die Band sich um 19:00 Uhr ausruhen wollte. Begründet wurde uns dies damit, daß sie vorher in Gelsenkirchen eine Autogrammstunde zu absolvieren hatten, welche dann wohl etwas länger gedauert hat. Obwohl die Band wohl schon lange vor 19.00 Uhr anwesend war, brauchte man wohl unbedingt Ruhe. Nun ja, wenigstens haben sie ihren anwesenden Fans aus den ersten Reihen die Hände geschüttelt, denn für Ihre Fans, die gerne mehr im Internet auf unserer Seite über C.O.B. erfahren hätten, hatten Sie keine Lust, Zeit zu opfern.)
Dani / V.U.
Frank / V.U.
