Drone, Amoral, Norther - 15.10.2007, Turock / Essen
Am 15.10. ging es zum ersten Mal für mich ins Turock nach Essen. Dank Navigationssystem (sowohl menschliches als auch technisches) war die Location auch recht schnell gefunden, etwas zu schnell sogar, wir standen noch zehn Minuten mit gut 15 anderen Herren und Damen vor verschlossenen Türen. Pünktlich um 19 Uhr war Einlass und man munkelt, dass wegen eines Druckfehlers auf den Flyern die Abendkasse den gleichen Preis hatte wie der Vorverkauf.
Laut Turock-Homepage sollte die erste Band, Drone aus Deutschland in diesem Falle, theoretisch bereits um 19.30Uhr anfangen, praktisch machte aber Niko, seines Zeichens Sänger von Amoral, erst um 20Uhr die Ansage für Drone, worauf dann der Fluch der Karibik Soundtrack als Intro folgte und es endlich losging. An der Stelle muss ich wohl einschieben, dass das Turock leider relativ leer war. Vor der Bühne standen gut drei dichtere Reihen, dahinter nur vereinzelte Personen und noch mal ein paar auf der Empore. Drone haben aus der Situation jedoch das Bestmögliche herausgeholt und schienen trotz allem ihren Spaß gehabt zu haben.
Drone von der Empore aus
Nach gut 40 Minuten war dann Schluss und es wurde für (und von) die (den) den Finnen von Amoral umgebaut, auf die ich mich besonders gefreut habe, da ich von ihrem aktuellen Album „Reptile Ride“ doch recht begeistert bin. Im Gegenzug zu Nikos Ansage gab sich nun ein Herr von Drone die Ehre (Ich würde mal unterstellen, dass es sich um den Sänger handelte, lasse mich da aber gerne eines besseren belehren.) und kündigte Amoral als „beste finnische Techno-Thrash Band“ an. Trotz einiger technischer Probleme, die Gitarrist Ben gehabt zu haben schien, konnten Amoral überzeugen und sind für mich zum Highlight des Abends geworden. Gerade Sänger Niko hatte wohl seinen Spaß und wuselte wie ein Irrer über die Bühne und kollidierte dabei auch schon mal mit den anderen Bandmitgliedern.
Wirbelwind Niko
Auch hier war (leider) nach gut 40 Minuten Schluss und Norther richteten ihr Equipment.
Es wird sicherlich einen Grund gegeben haben, aber eine Umbaupause von fast 40 Minuten, wovon man fast 30 Minuten nur wartet, ohne dass etwas passiert, fand ich (wie auch die anderen Konzertbesucher) eher unschön.
Schließlich erklang dann doch endlich das „übliche“ Intro „Not Gonna Get Us“ von t.A.T.u. und die Finnen enterten die Bühne. Gut gelaunt und bekannt bewegungsfreudig spielten sich die Herren quer durch die Diskographie und das inzwischen auf 5-6 Reihen vor der Bühne angewachsene Publikum (+ einige Zuschauer im Hintergrund und am Rand) hatten ihren Spaß und schüttelten die Haare. Ein junger Mann war dann auch zwei Mal der Meinung stagediven zu müssen. Aber was macht das Publikum, wenn es lediglich in 5-6 lockeren Reihen steht? Richtig, ausweichen (und auslachen...). Ist aber nichts passiert und draus gelernt hat er offenbar auch nicht. Bassist Jukka bestach durch seine Schweißbänder. Ok, soweit war es also wirklich ein super Gig mit klasse Stimmung. Dementsprechend nahm auch niemand Pete für ernst, als er ankündigte, dass es noch zwei Songs gäbe und der letzte Death Unlimited sei. Tatsächlich verschwand die Band dann auch nach 13 Songs und noch nicht mal einer Stunde von der Bühne... und kam nicht mehr wieder. Klingt komisch? Ist aber so. Nicht mal eine Zugabe wurde gespielt und entsprechend groß war die Enttäuschung unter den Anwesenden. Dieser etwas unelegante Abgang hat dem bis dahin wirklich tollen Konzert dann doch noch einen argen Dämpfer beschert. Das habe ich bei Norther jedenfalls auch schon deutlich besser erlebt. Oder man wusste einfach, dass die Spielzeit begrenzt und nach einer Stunde Schluss ist, aber doch nicht SO.
Man beachte die Schweißbände
Etwas früher als gedacht und mit der Hoffnung, dass es das nächste Mal anders sein wird, ging es dann wieder nach Hause.
Setlist Norther:
Blackhearted
Throwing My Life Away
Midnight Walker
Deep Inside
Hellhole
Omen
Evil Ladies
Of Darkness And Light
Norther
Frozen Angel
Unleash Hell
C.U.S.
Death Unlimited
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