Live Review

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Entwine, Xandria, LAB - 21.11.04 Münster - Breitefeld / Live Arena

Schade, daß die Live Arena an diesem Abend, der dem Publikum eine doch sehr interessante Bandkombination lieferte, nicht so gefüllt war, wie sie es hätte sein können. Sicher, alle drei Bands sind noch nicht sehr groß, aber ironischerweise scheinen alle seitdem auf dem Vormarsch zu sein... Den Anwesenden bot sich jedenfalls ein sehenswertes Spektakel: Der Abend begann mit den bis dato in Deutschland noch völlig unbekannten LAB, mal wieder einer finnischen Band...
Mittlerweile scheint man auch hierzulande auf den Geschmack gekommen zu sein: Eine nette Kombination aus leicht bedrückter Stimmung, Texten zwischen Himmel und Hölle und nicht zu schweren Gitarren und fertig ist der chartstaugliche Pop - Rock. Insbesondere Erwähnenswert dürfte die exzentrische Frontfrau sein, die mit ihrer Bühnenpräsenz gekonnt auf sich aufmerksam zu machen wusste. Insgesamt eine Band, die durchaus Potential besitzt, radiotauglich zu werden.
Ihre Landsmänner (plus Landsfrau...) von Entwine boten im Anschluß daran eine gewohnt qualitativ hochwertige Show. Allen Musikern war der Spaß am Liveauftritt und den neuen, etwas härteren Klängen des aktuellen Albums deutlich anzumerken. So spielte man und frau sich also fleißig durch das gesamte Programm von "gone" bis "DiEversity". Sänger Mika bemühte sich sehr engagiert, seiner Rolle als Frontmann nachzukommen, was ihm sichtlich gut gelang. Auch der gesamte Rest der Band sprühte vor musikalischem Engagement. Entwine gehören zu den Bands, denen man es wirklich wünschen kann, noch einmal - wie bereits vor knapp drei Jahren - ein Angebot zum Support einer großen Band (damals THEATRE OF TRAGEDY) zu bekommen und dabei ihr Können erneut vor großem Publikum zu beweisen. Man darf gespannt sein, was die Zukunft im nächsten Jahr und insbesondere das schon in Planung befindliche Nachfolgeralbum bringen werden...
Hauptband des Abends waren die deutsche Formation Xandria. Typischer Gothic Metal mit weiblicher Stimme. Die Musiker spielten souverän, die Frontfrau sang sich gekonnt durch alle Tonlagen. Dennoch wollte mich die Band nicht so richtig überzeugen. Zum Glück für die Band, teilten ihre begeisterten Fans diese persönliche Meinung von mir durchweg nicht. Sie feierten, was das Zeug hielt und waren vom ersten bis zum letzten Song voll dabei. Als sehr positiv ist jedoch auch mir eine große Bandbreite im Stimmspektrum der Sängerin aufgefallen. Insbesondere die sehr männlich anmutenden tiefen Grunteinlagen lockerten die Sache insgesamt auf interessante Weise auf.
Alle drei Bands scheinen - wie gesagt - langsam aber sicher bekannter zu werden. Man darf wohl gespannt sein, was zukünftige Touren und Festivals an Überraschungen bereit halten werden...

Daniela V.U.

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