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Insane, Brutal Unrest, Meltdown 17.02.2006 - Bergisch Gladbach / Q1

Was könnte man als einen besseren Anlass für eine “Chefredakteur-Konferenz“ des Visions Underground Magazins nehmen als einen Gig unserer (Noch-)Amateur Helden Insane und Meltdown. Hinzu kommt noch eine vielversprechende uns bisher unbekannte (welches man im Nachhinein als Fehler ansehen muß) Band namens Brutal Unrest.

Mit etwas Verspätung enterten Meltdown die Bühne und legten wie schon vor 3 Wochen im Gummersbach erst mal mit „Death Train“ richtig los. Spätestens bei ihrem zweiten Song „Call of the Sirens“ sah man schon, daß ein Großteil des Publikums wegen Kristina, Daniel , Dominic und Patrick gekommen waren.

Man konnte nicht übersehen, daß die Band schon um einiges routinierter geworden ist in den drei Wochen. Es waren keine größeren Abstimmungsprobleme mehr zu bemerken und Kristina hatte endlich Platz auf der Bühne, um sich auch zu bewegen. Es folgte „My Revenge“, welches dann auch die ersten Meltdown - Sprechchöre hervorrief. Party pur. Dann wurde in die Greatest-Hits-Schublade gegriffen und Black Sabbath`s „Paranoid“ zelebriert. Joh, da brauch ich gar nicht zu schreiben, wie das Publikum reagierte. Als im Anschluß dann auch noch die Geschwindigkeit hochgeschraubt wurde, erreichte das Publikum bei Judas Priest`s „Breaking the Law“ höchsten Geräuschpegel des Abends. Klasse Gitarrenarbeit von Daniel, solides druckvolles Spiel von Patrick und Dominic- und Kristina bei Ihrer Lieblingsbeschäftigung! Leute, das macht Spaß ! Endlich bekamen wir dann etwas Neues von Meltdown, einen brandneuen Song namens „Poseidon“. Super, dieser neue Song zeigt sehr stark die Weiterentwicklung der Band und lässt zumindest im Ansatz erahnen, wie viel Potential da noch drinsteckt. Die Chefredaktion von Visions Underground befand den Song dann auch gleich mal als bisher besten Song Meltdown`s.

Live Insane, Brutal Unrest, Meltdown

Danach wurde mit „Shadow Creep“ weiter abgefeiert. Nach dem Abfeiern kommt das Sadistenstück „Lovely Love“, welches einen nicht grade unbrutalen Text hat. Selbstverständlich lässt es sich die Band auch nicht nehmen, „Demons“ zum besten zu geben. Zum vorläufigen Abschluß servierte man uns dann wieder ein Judas Priest – Cover, nämlich „Metal Gods“. Das Publikum war größtenteils so begeistert, daß man die Band auf keinen Fall von der Bühne lassen wollte. Daraufhin kam das verblüffende Eingeständnis Kristina`s, daß sie keine Songs mehr hätten. Dies konnte das Publikum aber nicht gelten lassen und forderte weiterhin mehr Musik. Daraufhin durfte sich das Publikum ´nen Song wünschen. Überraschenderweise wurden nur Eigenkompositionen gefordert, welches ich auf anderen Konzerten schon anders erlebt habe, was aber für die Qualität der Band spricht. So entschied sich die Band zwischen den am lautesten geforderten Songs „Lovely Love“ und „Poseidon“ für den ersteren. Da die Fans aber immer noch keine Ruhe gaben, mussten Meltdown , die sichtlich beeindruckt waren, auch noch „Poseidon“ zum zweiten mal ins Publikum feuern.

Zu unserer besonderen Freude, können wir Euch schon mal verraten, dass Meltdown diesen Gig haben mitschneiden lassen, so das Ihr (und das solltet Ihr auf jeden Fall tun) demnächst den Gig als Demo bei Meltdown bestellen könnt, vorausgesetzt, die Soundqualität ist gut geworden. Desweiteren werden Meltdown sich wieder verstärkt darum kümmern, neues Material zu schreiben und ein Demo damit aufzunehmen. Selbstverständlich werden wir Euch das in unserem Demo Corner vorstellen.

Mein Fazit: Sehr guter Gig einer hoffnungsvollen Nachwuchsband mit viel Spaßcharakter.
Viel besser konnte man den Start des Abends eigentlich nicht erwarten.

Frank / V.U.

Setlist Meltdown
Death Train
Call Of The Sirens
My Revenge
Paranoid
Breaking The Law
Poseidon
Shadow Creep
Lovely Love
Demons
Metal Gods
------------------------
Lovele Love
------------------------
Poseidon


Nach den doch eher ruhigeren Klängen von Meltdown waren nun nach einer kurzen Umbaupause Brutal Unrest aus Düsseldorf der nächste Act.
Mit der Musik des Openers hatten die Klänge von Brutal Unrest eigentlich nichts gemeinsam, denn die sympathischen Jungs hauten einen Kracher nach dem anderen aus der P.A. heraus und sorgten für erhöhte Aufmerksamkeit unter den zahlenden Gästen.
Lupenreiner, kompromissloser Death Metal, wie man ihn druckvoller nicht präsentieren kann! Schon der erste Song der Band „Kill“ machte dies mehr als deutlich. Die beiden Gitarristen fielen besonders durch ihr tightes Zusammenspiel auf und erzeugten mit der Unterstützung des präzisen Drummings vom Mann hinter der Schießbude einen breiten, sehr druckvollen Soundteppich. Mit „Wassertanz“,“Fleischpeitsche“ und Torch Of Victory“ folgten Killersongs, die allesamt deutlich machten das man zukünftig von Brutal Unrest einiges hören wird. Von technischer Seite her sind die Songs von Brutal Unrest sehr simpel strukturiert, was aber auch in der Absicht der Band liegt denn nach eigener Aussage ist der Gesamtsound von Brutal Unrest mörderisch und vernichtend und diesen Merkmalen wurde die Band auf jeden Fall mehr als gerecht.

Live Insane, Brutal Unrest, Meltdown

Tracks wie das als mein persönlicher Favorit auserkorene „World Of Domination“ und der deutsch betitelte Song „Frühlingsoffensive“ sorgten gegen Ende des mich doch sehr beeindruckenden Sets für ordentlich Stimmung im Publikum und Brutal Unrest ernteten verdienten Applaus für ihre Darbietungen. Am meisten bin Ich jedoch von dem Frontgrunzer beeindruckt, dessen geiles Organ mich fast in den Wahnsinn getrieben hat und hauptverantwortlich für meinen erhöhten Bierkonsum gewesen ist. Er growlt überwiegend ultratief und weiß aber die nötige Abwechslung durch zwischenzeitliche Screams sehr gut in sein Gesangskonzept zu integrieren und wird somit zum Blickfang für das Publikum.
Mein Fazit:
Sehr geile Performance einer sympathischen Band von der In Zukunft auf jeden Fall zu hören sein wird, denn Brutal Unrest haben ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft und werden mit Sicherheit noch für viel Unruhe im Underground sorgen !! Auf die Rezension von Brutal Unrest´s Demo „No Light No Hope Eternal“ freu Ich mich jetzt schon.

Hanzi/V.U.

Setlist Brutal Unrest:
Kill
Wassertanz
Fleischpeitsche
Torch of victory
Fusselbirne
Legions
World of Domination
Monheim
Frühlingsoffensive


Nach einer weiteren Umbaupause kamen wir dann in den Genuß des Headliners dieses Abends, und zwar waren dies Insane. Für die Wipperfürther Jungs war dieser Gig im Q1 nicht der erste dieses Abends, denn zuvor hatten sie im Wipperfürther Jugendzentrum schon ein Set absolviert, wo den Infos nach zu urteilen die Stimmung schon riesig gewesen sein muß. Diese gute Stimmung hielt dann auch bis ins Q1 an, sie lag bei der Performance fast greifbar in der Luft.

Insane spielten ihren melodischen Death Metal schon deutlich souveräner und selbstbewusster als noch vor anderthalb Monaten ( wir berichteten).
Ne, jetzt mal Spaß beiseite: der Sprung in Sachen Weiterentwicklung, den Insane seit Anfang Januar gemacht haben, was ihr Stageacting angeht, ist echt heftig. Fungierten sie da als Opener noch relativ zurückhaltend und fast schüchtern auf der Bühne, zeigten sie an diesem 17.02. des Jahres 2006, dass sie schon sehr an sich gearbeitet haben, um ihre Bühnenperformance zu verbessern. Sie haben jetzt zahlreiche Metalposen in ihr Repertoire eingebaut. Es macht richtg Spaß, Insane beim performen zuzuschauen.
Und mit dieser deutlich verbesserten Performance hauten die 4 von Insane den – leider und aus unerfindlichen Gründen sich allmählich lichtenden - Zuschauermengen die Songs ihrer Demo „Infinite Hate“ um die Ohren, als da wären „Revenge“, „So Dark“, „Imprisoned“ und auch „So Dark“. Desweiteren boten sie einige Überraschungen, auf die ich aber auf Wunsch der Band hier nicht weiter eingehen will. Um das zu erleben, müsst Ihr einfach selbst einen Gig der Band erleben. Außerdem zeigten uns Insane ihren neuen Song „Psychical Analyzable Destruction“.

Live Insane, Brutal Unrest, Meltdown

Die Anwesenden in der ersten Reihe ließen dann auch gehörig ihre Matten kreisen. Die Stimmung wurde trotz geringer Besucherzahlen so zum Kochen gebracht, dass einige männliche Besucher ihrem unnachgiebigen Drang nachgehen mussten und ihre Oberkörper entblößten.
Der Sound, der Insane an diesem Abend zur Verfügung stand, war super und so war es auch kein Wunder, dass bei dem Song „Trinklied“ alle Gläser gehoben wurden und tüchtig in der Hütte abgefeiert wurde. Und voll in Feierlaune holte sich Sänger Fabian gleich einen jungen Herrn ;-) mit zu sich auf die Bühne, um bei den Gesangsparts zum „Trinklied“ tüchtig mit abzugrunzen.
Ihr werdet wohl auf unserer Seite bald auch in den Genuß eines Demo-Reviews in unserer Demo-Corner kommen, denn die Band will uns ihr Material zukommen lassen und grüßen auf diesem Weg schon mal unsere Leser. Gespannt erwarte ich auch die Osterferien, denn da wollen Insane ins Studio, um neues Material auf CD zu bannen.

Mein Fazit: Super, die positive Weiterentwicklung von Insane so deutlich erkennen zu können. Von diesen Jungs wird man in Zukunft mit Sicherheit noch viel hören, da wette ich drauf !!! Thumbs Up for Insane !!!
Und insgesamt ein wirklich guter Abend dank der Bands, die uns durch ihre Performances richtig Freude gemacht haben !!!

Dani / V.U.

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