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Novembre, Katatonia - 05.05.06 Köln / Prime Club

Bei diesem Package an Bands wie Novembre & Katatonia es sind, war es klar, dass dies ein Konzert werden würde, was nichts für schwache Nerven ist und bei dem vor allem melancholische Sounds im Vordergrund stehen würden.....nichts für Frohnaturen also, dennoch sollten wir am Ende gut gelaunt und zufrieden den Heimweg antreten.....

Wir kamen um 19:45 im Prime Club an und zu unserer Verwunderung mussten die Italiener Novembre schon um 20:00 auf die Bretter, denn wegen einer weiteren Veranstaltung ( nach !! ) dem Headliner Katatonia wurde das Konzert sozusagen zwangsweise um 1 Stunde vorverlegt.
Ziemlicher Blödsinn, denn als Novembre ihren Set eröffneten, waren gerade mal 50-80 Leutchen anwesend, was nicht nur für die Band frustrierend gewesen sein dürfte....
Diese Frustration ließen Novembre sich aber nicht anmerken. Stattdessen boten sie das volle Programm und mischten ihre Setlist querbeet durch alle Releases.
Ihre Darbietungen wurden vom Publikum begeisternd aufgenommen und nach und nach füllte sich der Prime Club, so dass doch bei Mitte des Sets von Novembre die Location schon recht ansprechend gefüllt war. Es sah also anfangs, wie sich nun herausstellte, nur schlimmer aus....
Novembre hingegen strotzten nur so vor Spielfreude präsentierten neben dem bereits bekannten Material auch Songs vom kürzlich erschienenen Longplayer „Materia“ und konnten bis zum Ende ihres Sets spielerisch und auch soundtechnisch mehr als überzeugen. Vielleicht eine etwas zu kurze Spielzeit für eine solch talentierte Band. Aber der Sprung zum Headliner dürfte bei dieser dargebotenen Form nicht mehr allzu weit entfernt sein. Gute Show der sympathischen Italiener, die man hier in Deutschland hoffentlich bald wieder bewundern darf !!

Setlist Novembre:
Verne
My Starving
Nostalgiaplatz
Aquamarine
Memoria Stoica
Venezia Dismal
Materia
The Dream
Child

Der Prime Club war nun gerammelt voll mit Metalheads, die nun auf ihre Helden aus dem hohen Norden warteten. Pünktlich um 21:00 betraten dann Renkse, Nyström & Co. die Stage und begannen damit, den schon längst durchgeschwitzten Fans noch mehr einzuheizen. Mit „Leaders eröffneten Katatonia ihre Show, gefolgt von Klassikern wie „Wealth“ und dem wunderschönen „Soils Song“ vom aktuellen Album „ The Great Cold Distance“. Darauf folgte ein älteres Stück, trotzdem wurde „Deadhouse“ sehr gut und überzeugend dargeboten und vom Publikum mit viel Applaus bedacht.

Katatonia
rockende Melancholie ( ! ) und zu 100% motiviert : Katatonia

Vor allem Sänger Jonas Renkse zeigte sich zu unserer Überraschung von einer ganz anderen Seite, als wir es sonst von ihm gewohnt sind: Er forderte das Publikum regelrecht zum mitgrölen auf und war auf der Bühne ein absoluter Aktivposten. Ich habe Katatonia ja nun schon öfters live gesehen und erlebte heute mit dem powervollen Acting von Frontman Jonas eine wirkliche Premiere.
Der Sound war trotz meiner Bedenken aufgrund der miesen lokalen Verhältnisse doch recht gut und die gesamte Band rockte ohne Ende, denn mittlerweile ging die enthusiastische Stimmung von Mr. Renkse auf den Rest von Katatonia über und die ansonsten so depressiv und manisch anmutenden Songs, verbreiteten eine richtig wohlig, rockende Stimmung. Katatonia mal anders rum :-)
Blackheim und Genossen spielten sich durch Songs wie „My Twin“ und älterem Material der „Last fair Deal Gone Down“ Scheibe „Sweet Nurse“ und „Tonights Music“ alles mit einem Hammer Sound versehen und ein absoluter Ohrenschmaus für alle Beteiligten. So gut habe ich Katatonia live noch nie gesehen !!
„July“ und das grandiose „ In The White“ läuteten dann langsam die Endrunde des Abends ein und die Fans in den ersten 5-6 Reihen schwitzten was das Zeug hielt....
Aber wer nun glaubte dass schon Schluss war, sah sich getäuscht. Katatonia kamen noch einmal zurück mit „Evidence“ vom „Viva Emptiness“ Longplayer und erweckten den Eindruck das sie ihre Fans nicht nach Hause lassen wollten.
Dieser Eindruck festigte sich, als sie mit Bravour ihren Klassiker „Murder“ vom rühmlichen „Brave Murder Day“ Album als letzten Song des Abends in die Menge feuerten und somit einen gelungen Set würdevoll abschlossen.
Katatonia haben es erneut verstanden, live zu überzeugen und zeigten sich dieses Mal sogar von ihrer rockigeren Seite, was der Band sehr gut zu Gesicht stand.
Daumen hoch für Katatonia !!

Setlist Katatonia:
Leaders
Wealth
Soil´s Song
Deadhouse
Teargas
Sweet Nurse
Deliberation
Ghost
My Twin
Criminals
Future Of Speech
Tonights Music
For My Dreams
Sleeper
July
In The White

Bonus:
Evidence
Murder


Hanzi/ V.U.
Meurer/ V.U.

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