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Magic-Circle Festival - 17. bis 18. Juli 2009

Tja, Leute, nachdem ich bei meinen Leutz mit meinem Bang-your-head Bericht richtig gut angekommen bin (und ich bleib dabei, ich hab nicht genörgelt! >g< ), hab ich mich auch gleich dazu entschlossen, den Rahmenbericht zum diesjährigen Magic-Circle-Festival zu schreiben, das am 18. Juli August 2009 in St. Goarshausen stattfand.

Ausverkauft war das MCF sicher nicht, liegt wohl mit daran, dass es Freitag ist und das eigentliche Magic-Circle-Festival erst Samstag beginnt.

Magic-Circle-Festival 2009 Flyer


Samstag, 18 Juli 2009

DIE SKLAVEN beginnen pünktlich mit ihrer Show auf der Bühne. Für diese Zeit schon reichlich Publikum konnten wir 45 min. lang den harten Klängen der Deutschen lauschen.

Die erste Überraschung des Tages waren AGE OF EVIL für mich. Ich hatte Bedenken es mit seichter Poser-Mukke zu tun zu bekommen.
Und ja, MP posen schon und zwar so richtig im Ami-Hardrockstil. Allerdings so gekonnt und professionell, dass mich der Druck von der Bühne fast weggeblasen hat. Und das nicht nur soundtechnisch, auch die Bühnenpräsenz war gleich zu Beginn richtig fordernd. Was vom Publikum mit mächtigem Zulauf belohnt wurde.

Alles wurde etwas lebhafter. Das Gelände war mittlerweile gut gefüllt und der Teppich für CRYSTAL VIPER ausgerollt, konnten sich auf zahlreiche Fans verlassen. Der Begeisterung des Publikums konnte ich mich nicht anschließen. Sicher, eine musikalisch einwandfreie Darbietung aber nicht ganz mein Geschmack. Sängerin Marta konnte mich dabei am wenigsten überzeugen. Außerdem war ich noch nie ein großer CV-Fan!

Dann war erst mal Zeit für ein Bier und die gute alte rote Wurst. Nein, damit meine ich keinen SPD-Dödel, sondern die vom Grill im Brötchen mit lecker Senf. Mjam... Die schmeckt auch ohne Nobel-Preis.

WIZARD. Gefällt mir auf Platte nicht. Gefällt mir Live nicht. Der Mix aus allem, was die Musikschatulle hergibt (Trash Metal, Power Metal, Metal) spricht mich absolut nicht an, auch wenn ich einige Stimmen höre, die absolut begeistert waren (Grüße nach Dresden!). Naja, ich fand es gut, nur mal auf der Decke rumzuhocken und Gerstensaft gegen den Sonnenstich zu schlürfen. Hätte die Band allerdings etwas leiser gespielt, hätte ich mich besser unterhalten können, aber man kann ja nicht alles haben.

Jack Starr`s Burning Starr hingegen hauen da schon mehr auf die Kacke und können auch endlich ordentlich Publikum vor der Bühne sammeln, trotz der warmen Temperaturen. Überhaupt ist der Jack Starr`s Heavy Metal ein ziemlich tiefes Brett, dumpf abgemischt und mit vereinzelt gesähten Groove-Parts. Besonders die letzteren haben es dem Publikum scheinbar angetan, im Todd Hall entsteht ein richtiger Monsterwalk, der langsam schleppend zirkuliert. Auch das ein oder andere Solo findet Verwendung, ein würzige Angelegenheit.

Magic-Circle-Festival 2009

VAN CANTO, die A-Capeller von deutschem Lande, hatten sowohl Publikums- als auch Wettertechnisch die Nase vorn. Die soliden, eingängigen Songs taten daraufhin ihr übriges um dem Abend noch mal eine positive Wendung zu geben. Es war ständig viel Bewegung auf der Bühne, so dass es richtig Spaß machte, den Jungs und das Mädel zuzuschauen. Sehr geil war auch die METALLICA Coverversion "Battery".

METALFORCE haben danach den Geschwindigkeitspegel wieder von null auf Hundert umgelegt - Heavy halt. Mehr konnte ich leider nicht sehen, da ich mal schnell einem dringenden Bedürfnis nachgehen musste...

Achtung, der mächtigste Stiernacken der Metalszene bläst einmal mehr die Backen auf, um bei hellichtem Sonnenschein von Leid und Trauer zu singen...denkste! Sänger Nicolaj Ruhnow und seine zwei Kumpanen ließen sich nicht darauf ein, Trübsal zu blasen, sondern gaben Vollgas mit ihrem klassischen, powerlastigen Kompositionen. Für Finsternis gibts Clubgigs, an diesem Tag regierte das Warmbangen mit breitem Grinsen im Gesicht angesichts der fröhlich-provokanten Ansagen. Auffällig war, wie eingängig trotz ihrer manchmal verschachtelten Struktur gerade die neueren Songs der Deutschen live mittlerweile rüberkommen. Hier stand DOMAIN wahrlich als eine kompakte Einheit auf der Bühne!

Statt Kinderkaba und Sternenstaub boten HOLY HELL eine reinrassige
Metalshow, die sicherlich für viele einen kleinen Höhepunkt des Festivals darstellten. Deren 60-minütiger Auftritt begann pünktlich um 19:05 Uhr. Mit einem passablen Sound und vom Publikum sichtlich begeistert spielten die Amis die besten Songs aus ihren bisherigen Alben. Vor der Bühne war die Hölle los und auch sonst war gut Party angesagt. Ein absolut gelungener Auftritt.

ULYTAU brachten uns Folk Rock aus Kasachstan, der aber gar nicht so schön rüberkam sondern sehr langweilig. Die Truppe machten keine große Show und legten nicht viel wert auf die Musik, eher auf das Äußere.

Ebenso überzeugten auch KINGDOM COME mit ihrem poetischen Power Metal. Die vier Hamburger zogen die Zuschauer in ihren Bann. Nicht nur visuell sondern auch musikalisch entführten sie in höhere Sphären. Man mag darüber spekulieren, warum der mit Herzblut vorgetragende Gesang manchmal etwas dünn rüber kam. Ich kann aber mit Sicherheit die Aussage treffen, dass es rein technisch bedingt war. Die Songs waren üppig und ideenreich ausgestattet, wirkten aber nicht überladen. Was nach der ersten Zugabe des Abends in tiefer Erinnerung blieb, war die nachwirkende gefühlsbetonte Atmosphäre, die einen ergriff und erst zeitversetzt wieder los lies. Bei so einem fetten Programm ist es schwer, eine geeignete Grillpause zu finden.

Magic-Circle-Festival 2009: Manowar

Diese muss heute wohl auf nach Mitternacht verschoben werden, denn MANOWAR sind an der Reihe. Endlich sollte meine Frage beantwortet werden, ob die Jungs wirklich ein Festival headlinen können, bei dem die Mehrzahl der Fans doch eher Skateboarding als Brandschatzen als Hobby angeben würde. Doch zu meinem Erstaunen ist der Platz vor der Bühne gerappelt voll. Hier geht absolut nichts mehr. Mit einem theatralischen Intro und dazugehörigen Backstage-Livebildern wird die Meute kräftig aufgeheizt. Das ist zwar bei diesen Temperaturen nicht nötig, aber auf Nummer sicher zu gehen, ist nie verkehrt. Die Stimmung ist sofort auf 180. Geil! Wer hätte gedacht, dass das MAGIC-CIRCLE-FESTIVAL solch ein Fest bei MANOWAR veranstaltet. Jeder Song wird mitgesungen, jedes Riff zelebriert und jedes Gitarrensolo auf dem Bierbecher mitgespielt. Fette Pyros verwandeln die Bühne in ein Hexenkessel, aus dem es kein Entkommen gibt. Verdammt geile Show !!

V.U./Markus

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