Sargon , Prayer`s Eye, Meltdown - 29.04.2006 Köln / Glashütte
Auf ging`s an einem kalten, unfreundlichen Tag zur Kölner Glashütte: ein Jugendzentrum, welches sich neuerdings auf Konzerte und Parties spezialisiert. Nach vergeblichen Warten vor einer Eingangstür kam der Hinweis, dass dies der falsche Eingang war, schon ein wenig frustrierend. Nun ja, wie hatte der freundliche Mann gesagt, hier rechts um die Ecke ist der Eingang. Also rechtsrum losmarschiert, mmh, seltsamer Weise kam ich nach kurzer Zeit wieder an der gleichen Tür an. Da hab ich mir die Halle wohl einmal komplett von draußen angeschaut. Mist, noch mal rechts, marsch-marsch. Oh, da geht ja eine Treppe runter, ah jetzt ja, da war der Eingang. Der Abend war gerettet. Drinnen waren die Bands noch mit Soundcheck beschäftigt. Also –puh- nichts verpasst. Also direkt mal meine Bandbegleitungsband Meltdown begrüßt, welche am heutigen Abend auch als erste auf die Bühne mussten.
Dann ging`s endlich los. Das lange Intro von „Death Train“ wurde erstmal ohne Kristina erledigt, bis sie dann ins Rampenlicht kam, um loszulegen. Schon hier bemerkt man, dass die Band sich effektiv weiterentwickelt hat, was das Stageacting angeht. Daniel bewegt sich schon deutlich mehr und sucht auch immer wieder den Augenkontakt zum Publikum. Dominic genießt das „on stage“ sein auch immer mehr. Weiter geht`s mit „Call Of The Sirens“, bevor „My Revenge” zum Besten gegeben wird. Leider kann Daniel sich nicht ganz so viel bewegen wie es Ihm lieb wäre, da er mit Rückkoppelungen zu kämpfen hat. Immer wenn er dem Bühnenrand zu nahe kommt, geht`s los. Leider hat sich während des gesamten Abends nur sehr wenig Publikum eingefunden (das wird doch wohl nicht daran gelegen haben das man den Eingang nicht gefunden hat ;-) !). Trotzdem spielen Meltdown Ihren Gig souverän runter. Auf „Shadow Creep“ folgen „Lovely Love“ und das Black Sabbath Cover „Paranoid”.

Setlist Meltdown:
Death Train
Call Of The Sirens
My Revenge
Shadow Creep
Lovely Love
Paranoid
Poseidon
Funeral For The Beast
Demons
Breaking The Law
Nach kurzer Umbaupause enterten dann Prayer`s Eye die Bühne.
Nach dem obligatorischen Intro startet man mit „Tortured Man“ durch. Es wird melodischer Metal /Hardrock geboten, und das absolut professionell. Man merkt schnell, dass die Musiker schon unzählige Auftritte hinter sich haben. Dies kommt auch daher, da es sich bei Prayer`s Eye um 4/5 der Band Voodoma handelt, welche schon in Wacken gezockt haben. Weiter geht`s mit „Never The Same“, „Angel`s Gate“ und “One Night” . Basser Euli (Olaf Dröge)
bewegt sich dermaßen cool auf der Bühne, dass man meinen könnte, als ob ihn niemand aus der Ruhe bringen kann.

Aber wie schon bei Meltdown durften Prayer`s Eye natürlich auch nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen. Also wurden dem hungrigen Publikum noch „These Evil Things“ und „Shine On“ um die Ohren gehauen. Ein gutes gelungenes Konzert, welches Hunger auf mehr macht.
Setlist Prayer`Eye:
Prolog/Intro
Tortured Man
Never The Same
Angel`s Gate
One Night
Stronger
High Again
The Master Passes By
Next Decade
My Son
Crystal Crown
Walking In Fear
Prayer`s Eye
These Evil Things
Shine On

Die Band um Sänger/Gitarrist Uri Nieto betrat die Bühne und legte mit „Perfect“ , „In The Sand“ und „Shattered World los. Die vier versprühten direkt Ihr südländisches Flair durch immer wieder eingebaute Heimatmelodien und die ab und zu die Bühne enternde Bauchtänzerin. Weiter ging es mit „Desert Sunset“ und „Gods Struggle“. Kein Wunder, dass die Band in Spanien schon beachtliche Anerkennung gewonnen haben soll, die Spielfreude, welche Carles Ferreiro –guitar- , Jordi Llobet Sixto –bass- , Marc Prim –drums- sowie Frontmann Uri an den Tag legen ist schon beachtlich.
Dieser Gig in der Glashütte ist übrigens auch der erste außerhalb Spaniens in der Bandgeschichte.
Nach „Nida“ kommt die erste Überraschung in der Setlist von Sargon (zumindest für Unwissende wie mich ;-) ), „Holy Wars“ von uns Dave Mustaine (Megadeth) wird zum besten gegeben. Vorteil natürlich: der Song ist allen Anwesenden bekannt und so wurde schön mitgebangt.
Weiter ging es mit „Still Not Over“ und „Ziggurat“, welche die Stimmung weiter hoch hielten. Wie auch schon bei den anderen Bands, so durfte natürlich auch Sargon nicht ohne Zugabe die Halle verlassen.

Fazit: Dieses Billing hat Spaß gemacht, ebenso wie die Location. Die Glashütte ist noch ein recht junger Konzertveranstalter, welcher sich hauptsächlich um den Underground kümmern will. Die Räumlichkeiten sind für Konzerte wie geschaffen, und die Toiletten muß man sich mal anschauen. Leider war nur sehr wenig Publikum anwesend, was wohl aber auch am Pokalfinale und an den bevorstehenden 1. Mai Feierlichkeiten gelegen haben dürfte. Wer es verpasst hat, ist selber schuld. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein und freue mich schon auf September.
Setlist Sargon:
Perfect
In The Sand
Shattered World
Desert Sunset
Gods Struggle
Nida
Holy Wars
Still Not Over
Ziggurat
Legend Of Sargon
Battery
Frank / V.U. weitere Live-Reviews »»
